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Von Karin Ernst
Auf den Spuren von Richard Löwenherz - Gemeinsamer
Jahresausflug von Männergesangverein, Posaunenchor und
evangelischem Kirchenchor Asbach führte nach Annweiler
am Trifels
Seine Majestät Richard Löwenherz, König von England in
höchsteigener Person begrüßte die Ausflügler aus Asbach
zu einer interessanten und kurzweiligen Führung durch
das kleine Städtchen Annweiler am Trifels. In den
unruhigen Jahren der Kreuzzüge, so erfuhren die
wissensdurstigen Führungsteilnehmer, hatte nämlich der
deutsche Kaiser Heinrich VI. seinen englischen
Kontrahenten kurzerhand auf Burg Trifels gefangen
gesetzt und höchst unfein ein für damalige und auch
heutige Verhältnisse sagenhaftes Lösegeld für die
Freilassung der königlichen Geisel gefordert. In
Erinnerung an diesen zwar unfreiwilligen, aber
prominenten ehemaligen Bewohner der Stadt hatte sich der
Stadtführer stilecht mit Helm, Schwert und Rüstung als
Richard Löwenherz kostümiert.
Auch der gleichfalls historisch gekleidete Ratschreiber
der Stadt Annweiler wusste auf dem Streifzug durch die
Stadtgeschichte allerlei Interessantes und Wissenswertes
aus der älteren und jüngeren Vergangenheit der ehemals
freien Reichsstadt zu berichten, die unter den
Stauferkaisern ihre Blütezeit erlebte. 1944 wurde das
kleine Landstädtchen bei Bombenangriffen schwer
zerstört, hat sich aber nach behutsamem Wiederaufbau
viel von seinem mittelalterlichen Charme bewahrt.
Zuvor hatten sich die rund 50 SängerInnen und Mitglieder
des Posaunenchors bei einem reichhaltigen
Frühstücksbuffet im Gasthaus Zum Bahnhof in Lingenfeld
für die zahlreichen geplanten Aktivitäten des Tages
gestärkt.
Nächste Station des Ausflugsprogramms war dann der
ehemalige Kerker des englischen Königs selbst, die Burg Trifels.
Nun, zumindest die herrliche Aussicht dürfte diesen über den
unfreiwilligen Aufenthalt im Pfälzer Wald etwas hinweggetröstet
haben. Nach einem zwar anstrengenden, aber glücklicherweise
kurzen Fußmarsch wurden die Ausflugsteilnehmer mit einem
überwältigenden Rundblick auf die malerische Landschaft belohnt.
Im 12. und 13. Jahrhundert hatten die Staufer die
Reichsinsignien auf Trifels aufbewahrt, und noch heute
bezeugen sehr gute Repliken dieser jetzt in der
Schatzkammer des kunsthistorischen Museums |

in Wien gezeigten Kleinodien die Bedeutung der
Kaiserburg in mittelalterlicher Zeit.
Am Nachmittag besuchten die Asbacher Ausflügler das Kakteenland
Steinfeld mit deutschem Aloe Vera Zentrum, und hier musste
Busfahrer Achim Mühle teilweise erhebliche Überredungskunst
aufbringen, um seine Passagiere von der begrenzten
Aufnahmekapazität des Busses zu überzeugen und sie davon
abzuhalten, allzu viele der stacheligen Schönheiten als Souvenir
mit nach Hause zu nehmen.
Einen harmonischen und gemütlichen Ausklang fand der Tag im
Besen Reblaus in Malsch. Dort ließen es sich die Chorleiter
Reinhold Eibner (Männergesangverein) und Kristian Kimmel
(evangelischer Kirchenchor) nicht nehmen, mit einer
musikalischen Kostprobe aus dem umfangreichen Repertoire der
beiden Chöre das gemeinsame Abendessen zu umrahmen. Passend zum
Besenbesuch gab der Männergesangverein Liederkranz einen bunten
Liederreigen rund ums Thema Wein zum Besten. Der Evangelische
Kirchenchor trug mit fröhlichen Wander- und Tanzliedern
ebenfalls mit zur heiteren Stimmung beim Abschluss des Ausflugs
bei.
Auf der Heimfahrt waren sich alle Teilnehmer einig. Das
Organisationsteam bestehend aus Heinz Veith, Achim Link und
Jürgen Kraft hatte den Tag bestens vorbereitet und minutiös
geplant. Auch Petrus war Sängern und Kirchenmusikern wohl
gesonnen, Busfahrer Achim brachte seine Passagiere zuverlässig
und sicher ans Ziel, so dass alle Mitfahrer gut gelaunt und
zufrieden auf den gemeinsam verbrachten schönen Tag zurück
blicken konnten.
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