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Obrigheim. Der Evangelische Kirchenchor Obrigheim
präsentierte am Sonntag, den 11. April 2010, unter dem
Motto "Händel meets Jazz" ein abwechslungsreiches
Programm geistlicher Vokal- und Instrumentalmusik.
In der gut besuchten Obrigheimer Friedenskirche wurden
Werke aus der Barockzeit, insbesondere von
Georg Friedrich Händel (1685 – 1759), gesungen und
gespielt. Aber auch Teile einer Triosonate von
Johann Gottlieb Goldberg (1727 – 1756), einem
begabten, aber leider wenig bekannten Schüler
Johann Sebastian Bachs, wurden durch ein
Streich-Ensemble aus Annelies Lukas (Violine), Rahel
Friedrich (Violine) und Bernard Lukas (Violoncello)
vorgetragen. Die barocke Kammermusik in kleiner
Besetzung ergänzte das vielseitige Konzept des Abends
trefflich.
Diesen klassischen Stücken standen neue
Vokal-Kompositionen im Jazz-Stil gegenüber. Der
evangelische Kirchenchor Obrigheim sang u.a.
einen Psalm in Jazz und das Jubilate von
Johannes Matthias Michel (Jahrgang 1962,
Kirchenmusikdirektor und Landeskantor in Nordbaden).
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"Diese rhythmischen und harmonisch ungewohnten Stücke
gehören üblicherweise nicht zum Repertoire eines
Kirchenchores", so Chorleiter Marco Friedrich. "Es war
für den Chor eine ganz schöne Herausforderung - wird
sich aber langfristig in der Erweiterung der
stilistischen und gesanglichen Möglichkeiten auszahlen."
Andreas Hantschel brachte an der Orgel jazzige Werke von
zeitgenössischen Komponisten wie Jan Janca und Johannes
Matthias Michel u.a. zum Klingen. Er spielte und
interpretierte die Stücke gewohnt souverän und so
beschwingt, dass so mancher Besucher im Stillen
mitschnipste.
Die Kooperation der beiden Obrigheimer Kirchenmusiker,
Andreas Hantschel und Marco Friedrich, in der Gestaltung
dieser Abendmusik gemeinsam mit Instrumentalisten aus
der Kirchengemeinde und den Sängerinnen und Sängern des
Chores ist ein schönes Zeichen kollegialen Miteinanders,
was sich so sicherlich nicht in jeder Kirchengemeinde
wiederfinden lässt.
Der Erlös der geistlichen Abendmusik in Höhe von fast
500 Euro kommt der kirchenmusikalischen Arbeit in der
Kirchengemeinde zugute. |