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Falls Sie einmal eine Titelseite der
Homepage mit Informationen und Gedanken verpasst
haben -
kein Problem: Hier sind Sie zum Nachlesen und Nachdenken
aufgelistet.
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Es
lebe der Sport! Dieses Jahr wird uns wieder etwas
geboten! |
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Gott baut sein Haus,
Stein auf Stein.
Jeder muss neu und
lebendig sein.
Gott baut sein Haus,
Stein auf Stein,
so baut er erneuerte
Menschen ein.
(aus einem Lied von
Gerhard Schnitter)
Die Kirche im Osten
Deutschlands ist
eine Kirche der
Minderheit. Viele
Kirchengebäude sind
baufällig, werden
aber mit viel Liebe
von den
Gemeindegliedern
gepflegt.
Wichtiger noch als
der Zustand der
Gebäude, ist aber
der Zustand der
Gemeinde selbst, die
Lebendigkeit der
Gemeindeglieder, der
Glaube, das
Christsein im
Alltag, die Vielfalt
des Gemeindelebens,
das Engagement der
Brüdern und
Schwestern dort. Und
da könnten wir im
Westen an manchen
Stellen ganz schön
ins Staunen kommen
und von den Christen
„drüben“ lernen.
Wir sollten über
alle finanziellen
Probleme unserer
Kirchengemeinden die
Freude am Evangelium
nicht verlieren,
unseren Glauben
immer wieder neu und
lebendig halten und
unser Gemeindeleben
auch mit geringer
werdenden
finanziellen Mitteln
kreativ gestalten.
Letztlich dürfen wir
wissen, nicht wir,
sondern Gott baut
sein Haus, Stein auf
Stein. Er hält alles
in seinen Händen.
Marco Friedrich
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Dorfkirche Stuer
in
Mecklenburg-Vorpommern
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Es
lebe der Sport! Dieses Jahr wird uns wieder etwas
geboten! |
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Am 12. August endeten die Olympischen
Spiele in London, im Juni fand die
Fußballeuropameisterschaft statt und die Tour de France
rollte im Juli durch Frankreich - in Kürze wird die 50.
Fußball-Bundesligasaison angepfiffen.
In der Bibel wird der Glaube auffallend oft mit Bildern aus
dem Sport verglichen. Paulus schreibt an die Christen in der
Stadt Philippi: „Ich lasse alles hinter mir und sehe nur
noch, was vor mir liegt. Ich halte geradewegs auf das Ziel
zu, um den Siegespreis zu gewinnen.“ (Philipper 3,13f.)
Wie ein Sportler, der zielstrebig auf
sein Ziel hinarbeitet, so ist der Glaube ein stetiges
Unterwegssein. So wenig man beim Sport vom Wohnzimmersessel
aus einen richtigen Eindruck von den Anstrengungen bekommt,
so gehört zum Christsein auch die Nachfolge Christi dazu,
d.h. Jesus Christus nachzufolgen.
Durch das tägliche Leben und Durchleben
des Glaubens gewinnt er in meinem und in unserem Leben an
Bedeutung. Es baut sich ein tiefes Vertrauen zu Gott auf, so
wie sich durch das Training Muskeln und Ausdauer
herausbilden – jedoch auch nicht über Nacht!
Für Paulus ist klar, noch ist er nicht am
Ziel seines Glaubens. Aber er setzt alles daran, dieses Ziel
zu erreichen. Das hat etwas mit Einstellung zu tun. Glaube
an Jesus ist eine Lebenseinstellung. Für uns Christen
bewährt sich der Glaube da, wo wir in Bewegung sind und
Jesus Christus nachfolgen und seinem Vorbild folgen. Die
Motivation ist das Ziel: Niemand zwingt uns, als Christen in
Bewegung zu sein.
Genauso wenig, wie ein Sportler sich
unfreiwillig zu Höchstleistungen anspornt. Der Grund dafür
ist das Ziel, den Siegespreis zu bekommen. Darum das ganze
Training, darum alle Entbehrungen, deshalb aller Schweiß und
alle Strapazen: Glaube ist ganz oft kein Spaziergang,
sondern eher ein Marathonlauf. Aber es lohnt sich, weil wir
ein großartiges Ziel vor Augen haben. Ich bin davon
überzeugt, dass uns in diesem Wissen nicht so schnell die
Puste im Leben und im Glauben ausgehen wird. Dazu helfe uns
Gott.
Wolfgang Müller
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©
Albrecht E. Arnold
/ pixelio.de |
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Da steht er – ganz allein – auf seinen
Stock gestützt. Die harte Arbeit und das unerbittliche
Wetter sind ihm ins Gesicht geschrieben. Dazu noch sein
langer Rauschebart und sein Hut – auch wenn er seine Tiere
nicht um sich hätte, jeder würde ihn sofort als Hirten
erkennen.
Es ist eines der ältesten Gewerbe der Menschheit, doch die
scheinbare Berufidylle an der frischen Luft verliert in
unseren Tagen zunehmend an Reiz.
Das Schäfereigewerbe nimmt In der Landwirtschaft Europas
eine eher untergeordnete Rolle ein. Längst nimmt auch für
Tierhirten das Ringen um Zuschüsse und Fördermittel einen
immens hohen Stellenwert ein, so dass Schaf und Herdenhund
ihren Hirten viel häufiger am PC und am Telefon sitzen
sehen, als auf Koppel oder Wiese.
Heutige Schafhirten hüten in der Regel mehr als 600
Vierbeiner und kennen dennoch jedes von ihnen, denn jedes
ist anders. Oder um es mit den Worten eines Schäfers zu
sagen: „Das ist wie bei den Menschen. Jedes Schaf hat sein
eigenes Gesicht.“
Im Wochenspruch für die kommende Woche heißt es über Jesus
Christus: „Ich bin der gute Hirte. Der gute Hirte lässt sein
Leben für die Schafe. Meine Schafe hören meine Stimme, und
ich kenne sie, und sie folgen mir; und ich gebe ihnen das
ewige Leben, und sie werden nimmermehr umkommen, und niemand
wird sie aus meiner Hand reißen.“ (Johannesevangelium
10,11,27f.)
Das finde ich ein gigantisches Bild! Jesus, der Hirte und
wir als seine Schafe. Auf Orientierung und Führung
angewiesen, bisweilen hilflos bei der Nahrungssuche,
anfällig für Angriffe von außen. Der Hirte steht mit seinem
Leben dafür ein, dass es den Schafen wohl ergeht. Er schützt
sie und beschützt sie notfalls sogar mit seinem Leben. Und
jedes einzelne dieser Schafe ist dem Hirten bekannt. Was für
ein wunderbares Bild der Liebe Gottes zu den Menschen. Der
auch die vorbehaltlos liebt, die ihn als ihren Hirten (noch)
nicht anerkennen.
Wolfgang Müller
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Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer hat
in dieser Woche (10.04.12) ein konsequentes Vorgehen gegen
aggressive Fahrradfahrer gefordert, um "der Verrohung dieser
Kampf-Radler endlich Einhalt zu gebieten". Völlig
übertrieben?
Immer wieder treffe ich als Läufer an der
Schleuse in Neckarzimmern und in Hochhausen Radfahrer,
welche anstatt des wesentlich sichereren Radwegs die Straße
benutzen.
Nun liegt es nicht daran, dass der Radweg
schlecht ausgeschildert wäre. Vielmehr könnte vielleicht der
Umweg von einigen hundert Metern vielen zu weit sein.
Sofern sich die Gelegenheit ergibt, frage
ich da auch schon mal freundlich (!) nach. Jedoch zeigte
sich leider erneut wieder, dass meine Fürsorge nicht
erwünscht ist. In überaus angreifender Weise wurde ich von
einem Radfahrer darauf hingewiesen, dass mich das rein gar
nichts angeht. Auf meinen Hinweis, ich würde es gut mit Ihm
meinen, wurde ich von Ihm beleidigt!
Was meinen Sie, handle ich falsch? Soll
doch jeder tun und lassen was er möchte? Er wird es schon
noch irgendwann merken, wenn's zu spät ist? Oder soll ich
weiter beharrlich sein?
Jürgen Thiel
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Foto: Matthias Balzer /
pixelio.de
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Die Top-Manager der
japanischen Konzerne sind zu
beneiden. Jedes Jahr
spendiert ihnen die
Firmenleitung einen Urlaub
in einem buddhistischen
Kloster. Mindestens eine
Woche sollen die Männer aus
den Chefetagen dort ohne
Handy, PC oder Fernsehen zur
Ruhe kommen: "Kloster auf
Zeit".
Zweck der Übung ist aber
nicht vordergründig der
Abbau von Stress. Ausspannen
und Erholen könnten sich die
Manager ja auch in ihrem
normalen Urlaub. Die
Unternehmen haben vielmehr
erkannt: Wer immer nur von
Termin zu Termin hetzt, der
hat keine Zeit über das
nachzudenken, was er
eigentlich tut. Wie sollen
die verantwortlichen Planer
erfolgreiche Strategien
entwickeln können, wenn sie
nur reflexartig auf akute
Ereignisse reagieren? Wer
sich im Tagesgeschäft
verliert, büßt jede
Kreativität ein.
In der Abgeschiedenheit
eines Klosters kommen die
Manager zum Nachdenken. Ohne
Zeitdruck lassen sich
Gedanken entwickeln,
Argumente Pro und Contra
durchspielen, neue Konzepte
entfalten. Ganz billig sind
diese Freizeiten gewiss
nicht. Aber die langjährige
Erfahrung zeigt: die
klösterlichen Auszeiten
ihrer Manager zahlen sich
für die Unternehmen
letztlich aus. Warum machen
das nur Betriebe in Japan?
Wäre das nicht auch ein
Modell für uns? Man stelle
sich vor: unsere Politiker,
Wirtschaftsführer und
Wissenschaftler hätten mehr
Zeit zum Nachdenken. Das
käme uns allen zu Gute!
Vieles wäre im
Alltagsgeschäft dann nicht
so kurzatmig, aufgeregt und
unausgegoren. Und wer weiß,
wie segensreich sich solche
schöpferischen Pausen auch
in der Kirche auswirkten?
Gerade hier werden neue
Ideen gebraucht, um die
Herausforderungen der
Gegenwart zu bestehen.
Denkverbote ließen sich
hinter Klostermauern eher
überwinden als bei
Arbeitssitzungen und in
Pressekonferenzen.
Schade, dass sich das
japanische Modell bei uns
noch kaum herumgesprochen
hat. Vielleicht erzählen Sie
ja Ihrem Chef einmal davon.
Man kann ja nie wissen ...
Andreas Britz, Bellheim,
Katholische Kirche
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©
phuetz
/ Chip Fotowelt /
Nonnenfriedhof
Kloster Kirchberg
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Alle Jahre wieder kommt das Christuskind |
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Die letzten Tage wurde
dieser Weihnachtsschlager
immer wieder gesungen. Doch
stimmt diese Aussage? Kommt
das Christuskind wirklich
jedes Jahr aufs Neue? Alle
Jahre wieder diesen
beschwerlichen Weg von
Nazareth nach Bethlehem,
diese Geburt im Stall und
die Flucht nach Ägypten?
Ich denke nicht! Jesus ist
nur einmal als Kind in diese
Welt gekommen, hat unter uns
gelebt und uns durch seine
Art das Reich Gottes
vorgelebt und näher
gebracht, für uns und unsere
Sünden am Kreuz gestorben
und hat dem Tod durch seine
Auferstehung die Macht
genommen. Und er wird einmal
wiederkommen, dann aber
nicht als Kind in der
Krippe, sondern als Richter
und Retter der Welt. Alle
Jahre wieder erinnern wir
uns als Gemeinde Jesu im
Advent und zu Weihnachten an
beides.
Doch eigentlich müssten wir
sagen: Jesus ist gekommen,
um zu bleiben. Denn ehe er
in den Himmel zurückkehrte,
verhieß er den Seinen den
Heiligen Geist, den Tröster,
der uns in jeder Lage zur
Seite steht. Seither gilt
für uns alle: „Siehe, ich
bin bei euch alle Tage bis
an der Welt Ende!“ (Mt
28,20)
Wer das von sich sagen kann,
für den ist die
Weihnachtsbotschaft vom Kind
in der Krippe nicht nur ein
Teil der abendländischen
Tradition, sondern gelebte
Wirklichkeit.
Pfarrer Wolfgang Müller
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Foto; Müller
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„Lass mich in Ruhe!" sage
ich. - „Wie bitte, was ist jetzt auf
einmal los?!" reagiert mein Freund
entsetzt. „Lass mich in Ruhe erst
einmal Platz nehmen" sage ich, „Lass
mich dir in Ruhe ein Glas Wein
einschenken. Und dann lass mich dir
in Ruhe zuhören und mich mit dir
unterhalten."
Wir müssen beide lachen. Mein Freund
sagt: „Wie kommst du denn auf so
etwas?" - Ich antworte: „Ich
versuche aufmerksamer mit mir, mit
dir, mit anderen umzugehen - seit
ich diese Geschichte gelesen und sie
mir zu Herzen genommen habe":
Der Abt eines großen Klosters wurde
gefragt, warum er trotz seiner
zahlreichen Aufgaben und der vielen
damit verbundenen Reisen so
ausgeglichen sei. Seine Antwort:
„Wenn ich sitze, dann sitze
ich, wenn ich stehe, dann stehe ich,
wenn ich laufe, dann laufe ich, wenn
ich bete, dann bete ich,
wenn ich esse, dann esse ich, wenn
ich arbeite, dann arbeite ich,
wenn ich mit einem Menschen spreche,
dann spreche ich nur mit ihm."
„Aber genau das tun wir doch auch",
sagten seine Gesprächspartner. „Das
glaube ich eben nicht", erwiderte
der Abt.
„Wenn ihr sitzt, denkt ihr bereits
daran aufzustehen,
wenn ihr steht, seid ihr schon im
Begriff wegzugehen,
wenn ihr betet, denkt ihr daran, was
ihr noch alles zu erledigen habt,
wenn ihr esst, überlegt ihr, wen ihr
noch alles anrufen müsst,
wenn ihr arbeitet, lasst ihr euch
durch alle möglichen Dinge ablenken,
wenn ihr mit einem Menschen sprecht,
dann seid ihr vielfach in Gedanken
ganz woanders." *
Nun, ich bin kein Mönch, der ruhig
und gelassen aus Gottes Gegenwart
heraus redet. Ich bin ein Mensch
mitten im Betrieb des Alltags, der
sich um einen aufmerksamen
menschlichen Umgang bemüht - mit
sich und mit den Mitmenschen. Und da
fallen mir immer wieder Kinder auf,
die im Sandkasten spielen, alles um
sich herum vergessen und sich ganz
auf ihre kleine Sandburg
konzentrieren. - Ich will mich
bemühen.
Michael Broch (Leonberg, Katholische
Kirche)
* Gefunden bei: Petra Altmann,
Vom Wert der Werte – Was im Leben
wirklich zählt, Präsenz Kunst & Buch
2010, S. 17-18
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Andreas Hermsdorf / pixelio.de |
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Warum? - Die Frage nach dem
Leid |
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Sicher sind Ihnen der Amoklauf am
Gutenberg-Gymnasium in Erfurt 2002
und der Amoklauf von Winnenden 2009
unvergessen – und nun am 22. Juli
diesen Jahres die Schreckenstat von
Oslo. Warum mussten 77 Menschen
sterben, ja sogar auf grausame Weise
hingerichtet werden? Von einem
einzelnen Täter?
Den Angehörigen und Freunden der
Opfer steht das blanke Entsetzen ins
Gesicht geschrieben. Ihre
Fassungslosigkeit und Entsetzen ist
groß. Und sie haben vor allem eine
Frage: „Warum?“ - wie wir ebenso.
Auch wenn eine Antwort die Toten
nicht mehr lebendig machen wird -
die Suche nach den Gründen ist enorm
wichtig: Denn wir wollen verstehen,
was unverständlich ist. Wir wollen
begreifen, was sich nicht greifen
lässt. Wir wollen erklärt bekommen,
was nicht zu erklären ist.
In einer Mitteilung des
Fernsehsenders N24 ist als Ratschlag
für uns „Unbeteiligte“ zu lesen:
„Souverän also wäre der Mensch, der
sich erschüttern, bewegen,
aufrütteln lässt und wachsam bleibt,
der aber nicht die Sinnfrage (…)
wieder und wieder stellt. Jedes
Warum ist hier ein Warum zu viel.
Das Böse war und ist und wird sein.“
Das Leid kann also nicht verhindert
werden, weil das Böse immer bleiben
wird? Wo ist dann Gott? Warum lässt
er dies alles zu?
Lesen Sie in unserem
Gemeindebrief
"Senfkorn" (November 2011 bis
Februar 2012)
wie wir diesen Fragen nachgehen und
versuchen, Antworten zu finden.
Antworten vielleicht, die uns nicht
zufrieden stellen, aber die uns
nicht ganz fassungslos vor diesem
Schrecken stehen lassen.
Jürgen Thiel
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Wikimedia Commons |
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Vor kurzem hab
ich es getestet. Mein Navi. Weil es
immer so höflich ist. Weil es mich
immer zuverlässig und pünktlich zu
meinen Terminen bringt.
Was macht Charly - so heißt mein
Navi- also was er, wenn ich mal
komplett ignoriere, was er mir sagt?
Wenn ich also scharf nach links
abbiege, wenn er sagt: jetzt rechts
abbiegen? Wenn ich im Kreisverkehr
eine Weile drin rum und an der
falschen Stelle rausfahre? Was macht
er, wenn ich im Traum nicht dran
denke, „jetzt bitte - wenn möglich"
zu wenden?
Hört er irgendwann auf mit seinem
freundlichen „bitte links, bitte
rechts"? Haut es bei ihm die
Sicherung raus oder sagt er
irgendwann einfach „Sie haben Ihr
Ziel erreicht" - was so viel heißt
wie: „mach doch deinen Mist
alleine!"
Also habe ich Charly getestet und
tatsächlich: Er war zwar zeitweilig
ein bisschen still weil verwirrt,
hat aber immer ganz schnell die
Route neu berechnet. Immer das Ziel
im Auge. Tolle Maschine.
Nach der Testfahrt mit Charly ist
mir klar geworden: Die Menschen, die
meinen Lebensweg nachhaltig
beeinflusst haben, die waren ein
bisschen so wie Charly. Keine
Maschinen. Sondern wirkliche
Freunde. Die haben meine Sackgassen
kommen gesehen. Und sind trotzdem
mit mir rein und wieder raus
gefahren. Die haben mit einer
Engelsgeduld mich meine Runden
drehen, meine Fehler haben machen
lassen und haben auf mich gewartet.
Mit einer geänderten Routenführung
bei gleich bleibendem Ziel. Nie
haben sie aufgegeben, was sie mir
zugetraut haben.
Jesus hat einmal gesagt: Gott ist
wie ein Freund. Und du darfst ihn
auch so anreden und testen wie einen
Freund. Der ist belastbar. Der
respektiert deine Wahl von
Sackgassen. Der bleibt auch mit dir
drin stecken. Und nur wenn du
willst, führt er dich wieder raus.
Es ist keine Gleichgültigkeit, es
ist Liebe, wenn er seine
Routenführung für dich ständig neu
berechnet.
Nur in einem ist Gott anders als
jeder Navi: er gibt selber das Ziel
für dich ein. Was das ist? Dass du
nach Hause kommst. Zu dir selber, zu
denen, die du liebst, zu Gott.
Annette Bassler, Mainz, Evangelische
Kirche
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Religion ein
konfliktträchtiges Thema? |
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Als Smalltalk bezeichnet man gerne
die Kunst, sich über Belangloses zu
unterhalten. Oft entstehen im
beruflichen wie im privaten Alltag
Situationen, in denen man Personen
trifft, zu denen man keinen sehr
engen persönlichen Kontakt hat. Sie
wollen oder müssen aber ein Gespräch
mit dieser Person führen.
Dazu gibt es viele Empfehlungen, wie
man sich in so einer Situation am
besten verhält. Die Empfehlungen der
selbsternannten Experten beginnen
meist damit, dass grundsätzlich nur
über Erfreuliches gesprochen werden
sollte.
Je weniger sich die Gesprächspartner
kennen, um so „oberflächlicher“ und
"unverfänglicher" sollte man sich
unterhalten. Absolut tabu sind
konfliktträchtige Themen wie zum
Beispiel Krankheit, Politik, Sex,
Religion oder Geld! Religion ist
demnach ein konfliktträchtiges
Thema?
Demnach niemals erwähnen, dass Sie
Christ sind? Ist es im Beruf
nachteilig zu sagen, dass Sie an
Gott glauben? Wie halten Sie es in
solchen Situationen, sind sie dann
sogar Petrus, der Jesus verleugnet?
Jürgen Thiel
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P.O.D. ist eine christliche
Nu-Metal-Band aus San Diego,
Kalifornien (USA). Im Gegensatz zu
den typischen Vertretern dieser
Musik, sind Sie mit positiv
gestimmten, christlichen Texten - vor
allem im Jahr 2002 mit dem Top-Ten-Hit
Youth of the Nation -
sehr erfolgreich und konnten bislang
über 10 Millionen CD's verkaufen.
In einem Interview nahm die Band
Stellung zu den gängigen Fragen und
Vorurteilen, mit denen sie immer
wieder konfrontiert werden:
Den Grund ihres Erfolges sehen sie
vor allem in den Texten ihrer Songs:
„ … in den letzten zehn Jahren hören
uns die Leute auch mehr zu, weil die
Texte positiv sind. Ehrliche Texte
über Liebe und Hoffnung (…) wir
heulen nicht herum oder beklagen
uns.“
Und weiter ergänzen Sie im
Interview: „Wir haben unseren
Glauben nie als Marketing-Hilfe
benutzt.“ Aber dennoch werden und
wurden Sie oft missverstanden - von
beiden Seiten: Von Christen, denen
sie nicht christlich genug sind, und
von denen, für die sie einfach zu
christlich sind!
„Wir versuchen gar nicht, besonders
religiös zu sein, wir sind einfach,
wie wir sind.“ Und weiter ergänzt
Sänger Paul „Sonny“ Sandoval: „Wir
schreiben Musik für jeden, der sie
hören möchte. Wir schreiben, woran
wir glauben und was uns hilft - aber
das wollen wir den Hörern nicht
aufzwängen.“
Jürgen Thiel
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Entdeckung der Langsamkeit |
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Dr. Ludwig Burgdörfer -
www.kirche-im-swr.de
(jt) Heute läuft wieder Einiges. Bei Ihnen bestimmt auch.
Wir haben allerhand vor an diesem
Montag. Das kann wieder ein echter
Marathon werden. Bis alles erledigt
ist, sind wir es dann auch.
Apropos Marathon: Da hab ich doch
nicht schlecht gestaunt, als nach
dem Gutenberg Marathon vor ein paar
Wochen in Mainz ein erfolgreicher
Läufer interviewt wurde. Und auf die
Frage, wie man denn so einen
Marathonlauf durchhält, hat er
gesagt: "Man muss die richtige
Langsamkeit finden."
Ich dachte, ich hör nicht recht.
Nicht so schnell wie möglich, hat er
gesagt, sondern wohl dosiert, so
langsam also, dass man nicht zu
schnell alle Kräfte verbraucht hat
und dann nicht mehr weiterlaufen
kann. Langsam genug muss man einen
Marathon laufen. Wenn das mal kein
Motto ist für diesen Montag.
Nicht aus der Tür stürzen,
davonrasen und alles auf einmal
erledigen wollen, sondern Schritt
für Schritt abmarschieren, was zu
tun ist. Und das gilt dann wohl auch
für den gesamten Lebenslauf. Der ist
ja nun erst recht mit dem Marathon
zu vergleichen. Mit seinen
Durststrecken und allem Kampf und
Krampf zwischendurch. Wo man am
liebsten aufgeben und aussteigen
möchte. Was für eine Kondition
brauchen wir da. Was für einen
langen Atem. Und wie viel
Seitenstechen und weiche Knie gibt
es dabei.
Ich weiß nicht, ob Jesus jemals
Marathon gelaufen ist, aber weit
gegangen ist er schon. Und er hat
für seine Leute einen Trainingsplan,
eine Konditionsübung, eine
Durchhalteparole bereit. Und die
scheint mir ziemlich viel
versprechend zu sein. Er sagt
nämlich, Sorgt Euch nicht um den
morgigen Tag. Es ist genug, dass
jeder Tag seine eigene Plage hat."
Also nicht die ganze Woche auf
einmal anstarren, was da alles auf
uns zukommt, nicht fasziniert und
abgeschreckt zugleich alle Aufgaben
starren, sondern bei dem sein, was
jetzt dran ist. Morgen ist auch noch
ein Tag. Sorgen ja, aber nicht um
alles auf einmal. Gott allein hat
die ganze Strecke im Blick, Er kennt
den Weg und das Ziel - darauf sollen
wir vertrauen und dann den Montag
begrüßen: Sorgsam aber nicht
ängstlich, bemüht, aber nicht
leidend, laufend bei der Sache, aber
nicht auf der Flucht. Und so wünsche
ich Ihrem Marathon für heute einen
guten Verlauf.
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Von der Schiefertafel zum Laptop |
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Dr. Ludwig Burgdörfer -
www.kirche-im-swr.de
(jt) Manchmal komme ich mir vor wie ein Analphabet. Wenn die
Computerfreaks zusammenstehen und
sich unterhalten. Das hört sich wie
eine Geheimsprache an, die nur
Eingeweihte entschlüsseln können.
Und mich haben sie nicht eingeweiht.
Dauernd kommen sie mit neuen
Wörtern, die ich nicht kenne.
Ja die Welt erfindet ständig neue
Sprachen, neue Begriffe, die kein
Mensch begreift. Und wenn ich
bedenke, dass ich im letzten
Jahrhundert noch auf der
Schiefertafel schreiben gelernt habe
und heute mit Laptop umgehen kann,
einigermaßen jedenfalls, dann ist
das doch schon eine große Leistung.
Oder?
Gut, ich habe auch faxen und dann
später mailen gelernt, ich weiß was
eine Homepage und eine Website ist,
ich kann Abspeichern und Downloaden
und ich gehe ins Internet, Soft- und
Hardware machen mir keine Angst
mehr, ich schätze meinen Rechner und
was der alles auf der Festplatte hat
... aber Twitter und Facebock
überfordern mich, Skypen kann ich
nicht, nur Googeln, das schon. Was
ist eigentlich mit Powerpoint
gemeint? Wer erklärt mir die Welt?
Wenn mich jemand mit meinem erst
knapp 10 Jahre alten Handy
telefonieren sieht, dann kann es
passieren, dass ich ein Autogramm
geben muss, weil wir beide so
dermaßen museumsreif sind, dass es
schon wieder eine Attraktion zu sein
scheint. Wenn heute mein Großvater
noch einmal auf die Welt käme, er
würde vermuten, er sei auf einem
falschen Planten gelandet, so
außerirdisch käme ihm das alles vor.
Und doch ist es noch nie anders
gewesen. Immer schon und
unaufhörlich haben die Leute neue
Dinge begriffen und auf den Begriff
gebracht, erfunden und erdacht. Und
genau so ist es auch von Gott
gewollt. Schon ganz am Anfang, als
er das Ganze installiert hat, gab er
den Menschen den klaren Auftrag,
alles zu erkennen und zu benennen.
Und so ist es dabei geblieben. Wir
finden und erfinden ständig etwas
neu.
Daran kann man sehen, wie viel uns
Gott von seinem Erfindergeist
geschenkt hat. Wir dürfen mitmischen
bei seiner Erschaffung der Welt. Wir
sind schöpferisch, bis zur
Erschöpfung. Göttlich ist das,
wunderbar, wenn wir nur nicht
vergessen, wer uns das ganze
Betriebssystem gegeben hat, dass
Gott uns ein sicheres Backup ist,
damit wir nicht hoffnungslos
abstürzen. Haben Sie das jetzt
abgespeichert?
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Andreas Föhl -
www.kirche-im-swr.de
(jt) Das dritte große christliche Fest nach Weihnachten und
Ostern. Aber anders als Weihnachten
und Ostern bleibt Pfingsten
merkwürdig blass. Es fehlt das Bild
im Kopf. Bei Weihnachten denke ich
sofort an das Kind in der Krippe –
Jesus, Gottes Sohn, wird geboren.
Bei Ostern denke ich an Jesus wie er
am Kreuz stirbt und an das leere
Grab am Ostermorgen. Aber Pfingsten?
Und doch würden Christen weder
Weihnachten noch Ostern feiern, wenn
es Pfingsten nicht gäbe. Dann wäre
das, was in der Krippe und am Kreuz
geschehen ist, längst in
Vergessenheit geraten. Wir Christen
glauben: An Pfingsten hat Gott
seinen Heiligen Geist in die Welt
gesandt, den kann man zwar nicht
sehen und deshalb bleiben auch die
Bilder aus. Aber er bewirkt eine
ganze Menge.
Die Bibel erzählt davon
folgendermaßen: „Ihr werdet die
Kraft des Heiligen Geistes
empfangen“, hatte Jesus seinen
Anhängern, seinen Jüngern, zum
Abschied gesagt, bevor er in die
unsichtbare Welt Gottes zurückkehrte
(Apostelgeschichte 1,8). Zehn Tage
später war es dann soweit. Die
Jünger und Jüngerinnen Jesu waren
gerade alle beieinander, als der
Heilige Geist kam. Lukas beschreibt
das in seiner Apostelgeschichte so:
Es kam plötzlich ein lautes Brausen
und ein heftiger Wind und kleine
Feuerflammen setzten sich den Frauen
und Männern auf den Kopf. Das klingt
ziemlich seltsam, aber das ist auch
gar nicht die Hauptsache. Was der
Heilige Geist macht, kommt dann:
Vorher nämlich trafen sich die
Jünger und Jüngerinnen für sich
alleine und beteten miteinander. Sie
blieben für sich. Aber plötzlich, im
wahrsten Sinne des Wortes
be-geistert, haben sie angefangen
von Jesus Christus weiterzuerzählen,
und zwar auf der Stelle. Sie gingen
aus dem Haus und fingen damit an auf
den Straßen von Jerusalem.
Besonders Petrus. Er war eigentlich
Fischer und kein Redner, aber er
hielt eine ziemlich lange Ansprache.
Er konnte gar nicht anders, als das
weiter zu erzählen, was er mit Jesus
erlebt hatte. Die Menschen hörten
Petrus zu und waren sehr
beeindruckt. Lukas schreibt: Als sie
hörten, was Petrus sagte „ging’s
ihnen durchs Herz“
(Apostelgeschichte 3,37). Über 3000
Menschen haben an diesem Tag
angefangen, an Jesus zu glauben.
Seither hat sich der Glaube an Jesus
Christus über die ganze Welt
verbreitet. Und wir feiern
Weihnachten, Ostern - und eben auch
Pfingsten.
Das ist die Kraft des Heiligen
Geistes. Er macht beides: Er bringt
Menschen dazu, von Jesu Christus
weiter zu erzählen. Und: er sorgt
dafür, dass das diese Botschaft
nicht zum einen Ohr rein und zum
anderen Ohr rausgeht. Durch Gottes
Heiligen Geist erreicht sie auch das
Herz - seit beinahe 2000 Jahren.
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Pfingstdarstellung im
Ingeborg-Psalter (um
1200) |
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www.ekd.de (jt) Seit dem
vierten Jahrhundert feiern Christen
40 Tage nach Ostern das Fest
"Christi Himmelfahrt". Biblische
Grundlage ist neben dem Markus- und
Lukas-Evangelium das erste Kapitel
der Apostelgeschichte im Neuen
Testament. Dort steht, dass der
Auferstandene vor den Augen seiner
Jünger "aufgehoben" wurde: "Eine
Wolke nahm ihn auf und entzog ihn
ihren Blicken" (Apostelgeschichte
1,9). Dies ist auch ein bevorzugtes
Motiv in der bildenden Kunst.
Himmelfahrt wird allerdings in der
Theologie kaum noch wörtlich als
wirkliche Reise verstanden. Der
Himmel ist danach kein
geographischer Ort, sondern der
Herrschaftsbereich Gottes. Wenn es
im Glaubensbekenntnis heißt
"...aufgefahren in den Himmel",
bedeutet dies nach christlichem
Verständnis, dass der auferstandene
Christus "bei Gott ist".
Himmelfahrt wird so auch als Symbol
der Wandlung und spirituellen
Entwicklung der Persönlichkeit
gedeutet. Theologen verweisen zur
Erläuterung des Sachverhalts auf den
englischen Sprachraum, wo es für das
deutsche Wort Himmel zwei Begriffe
gibt: "sky" (profan) und "heaven"
(religiös). |

Eine der ältesten Darstellungen der
Himmelfahrt als Elfenbein-Relief, Mailand oder Rom um 400 (so
genannte „Reidersche Tafel“, Bayerisches Nationalmuseum München)
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(jt) Neulich im Auto auf dem Weg
nach Hause. Im Radio läuft leichte
Musik. Die Musik endet
und es folgt
ein Sprachbeitrag: Worte in
SWR3 - Denkanstöße für den Alltag.
Und was höre ich da? "Highway to
Hell" - Autobahn in die Hölle! Läuft der falsche Beitrag? Ich drehe die
Lautstärke hoch und höre gespannt
der Pastoralreferentin Johanna Vering zu.
Oft genug habe ich bei diesem Lied
schon mitgesungen - und danach
verunsichert überlegt, was ich da
wohl von mir gegeben
habe. Aber ist meine Befürchtung
berechtigt? Johanna Vering interpretiert dieses
Lied der Rockband AC/DC auf eine
ganz andere Art und Weise. Lesen Sie selbst ...
„Highway to hell..." von
AC/DC. Auf jeder Party das Lied. War
die Tanzfläche vorher leer,
spätestens bei diesem Klassiker
füllt sie sich wieder.
Der Text erzählt von einem
Lebensgefühl, nach dem sich manch
einer sehnt. Dem Alltag den Rücken
kehren, frei leben ohne Rücksicht
auf Verluste, einfach das tun, was
ich will. Das Leben: eine Party und
zwar nur mit den Leuten, die ich
wirklich bei mir haben will. Im Lied
heißt es: „Hey Mama, schau mich an,
ich bin auf dem Weg in das gelobte
Land." Aha, das gelobte Land als
Ziel der Reise. Da sind wir
plötzlich bei einem religiösen
Begriff. Was ist denn das gelobte
Land, und wo ist es? In der Bibel
wird dem Volk Israel das gelobte
Land versprochen. Die Israeliten
haben über Generationen in Ägypten
fern ihrer Heimat gelebt. Und dort
haben sie sehr unter den harten
Lebensbedingungen gelitten. Mose
führte das Volk 40Jahre lang durch
die Wüste zurück in das gelobte Land
Israel. Das gelobte Land hat aber
noch eine andere Bedeutung. Nicht
ein Stück Land, sondern ein Zustand:
so wie Jesus lebt und mit Menschen
umgeht, kann man erkennen, was er
unter dem gelobten Land versteht.
Ein Leben ohne Ungerechtigkeiten.
Jesus nennt es das Reich Gottes. Das
gelobte Land hat also
unterschiedliche Bedeutungen. Für
AC/DC ist es die Hölle. Ein Ort, an
dem ich nur um mich selbst kreise.
Für mich ist es ein Ort, an dem ich
so sein kann wie ich bin. An dem
mich Menschen, die ich liebe,
annehmen. Für mich ist das Reich
Gottes da, wo ich nicht alleine bin,
sondern andere Menschen mit mir
sind. Ich bin fest davon überzeugt,
dass dort auch Gott mit mir ist. Und
das kann hin und wieder auch auf der
Tanzfläche sein bei einem alten
Klassiker von AC/DC.
Johanna Vering,
Buchen (Odenwald),
Pastoralreferentin
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© Katy
Schnee |
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Der Herr ist auferstanden! Er ist wahrhaftig
auferstanden! |
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www.ekiba.de (jt)
Mit diesem Osterruf beginnen die Gottesdienste am
Ostersonntag. Und das ist auch die Botschaft dieses
Festes: Jesus ist auferstanden! Er ist nicht im Tod
geblieben, das Grab ist leer und in den nächsten
Tagen wird der Auferstandene verschiedenen Menschen
begegnen: den Frauen am Grab, den trauernden Jüngern
auf dem Weg nach Emmaus, dem zweifelnden Thomas ...
Sie alle bezeugen, dass Jesus wirklich, dass er
wahrhaftig auferstanden ist.
Jesu Auferstehung ist
der Grund des christlichen Glaubens. Wäre er nicht
auferstanden, dann gäbe es keinen Grund zu glauben.
Dann wäre sein Tod das Ende eines großen und
einmaligen Menschen gewesen. Seine Auferstehung
macht ihn einmal mehr zu Gottes Sohn und zeigt, dass
durch ihn das Leben und der Glaube an Gott, wie
Jesus ihn verkündigt und gelebt hat, eine Hoffnung
über den Tod hinaus bringt.
Paulus bringt das in
seinem 1. Brief an die Korinther auf den Punkt: "Ist
aber Christus nicht auferstanden, so ist unsere
Predigt vergeblich, so ist auch euer Glaube
vergeblich." ... "Ist aber Christus nicht
auferstanden, so ist euer Glaube nichtig, so seid
ihr noch in euren Sünden." ... "Nun aber ist
Christus auferstanden von den Toten als Erstling
unter denen, die entschlafen sind." (1. Korinther
15, 14,17+20)
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Unbekannter flämischer Meister:
Auferstehung
Um 1400; Museum Mayer van den Bergh,
Antwerpen |
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„Gebetstext der EKD für den
Sonntag Reminiszere (20.3.11) vom
Kirchenamt der Evangelischen Kirche
in Deutschland (EKD)
Du Gott des Lebens,
in unserem Erschrecken und mit
unseren Sorgen wenden wir uns zu
dir.
Bilder der Todesflut und der
Zerstörung gehen uns nach,
Ängste vor einer atomaren
Verseuchung treiben uns um.
Wo warst Du, Gott, als das Chaos in
Deine gute Schöpfung einbrach?
Du Gott des Lebens,
wir bitten dich für alle vom Unglück
betroffenen Menschen,
denen der Boden unter den Füßen
wegbrach,
die mit knapper Not davonkamen,
deren Zukunft ungewiss ist.
Wir bitten dich für die, die ihrer
Heimat beraubt wurden,
die verzweifelt nach ihren Familien
und ihren Freunden suchen,
die um ihre Lieben trauern.
Gib ihnen Kraft für die
naheliegenden Aufgaben,
und lass sie an ihrem Schicksal
nicht verzagen.
Du Gott des Lebens,
wir kommen heute zu dir mit unserer
Sorge
angesichts zerstörter Atomreaktoren.
Wir bitten für alle, die zu retten
und zu helfen versuchen:
Schenke ihnen Geistesgegenwart und
Kraft.
Stehe den Verantwortlichen bei,
dass sie die richtigen
Entscheidungen treffen
und die Risiken recht einschätzen.
Hilf, dass die Gefährdeten Schutz
finden
und dass die tödliche Strahlung
eingedämmt werden kann.
Du Gott des Lebens,
dir vertrauen wir uns an.
Du hast das Leben erschaffen und den
Tod besiegt.
Auf dich hoffen wir in unserer Sorge
und unserer Angst.
Erhöre unser Rufen
und nimm unser Bitten barmherzig an.
EKD-Themenseite zur Katastrophe in
Japan
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©
www.reuters.com |
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„7
Wochen Ohne“, die Fastenaktion der
evangelischen Kirche, ermuntert:
Schluss mit den faulen Ausreden
Rund zwei Millionen Menschen nehmen
jedes Jahr an der
Fastenaktion der
evangelischen Kirche „7 Wochen Ohne“
teil. 2011 steht die Aktion, die vom
9. März bis zum 24. April läuft,
unter dem Motto: Ich war´s! Sieben
Wochen ohne Ausreden“. Der
Auftaktgottesdienst findet in diesem
Jahr am Sonntag, dem 13. März, in
der Christuskirche,
Hamburg-Eimsbüttel, statt und wird
ab 9.30 Uhr live im ZDF übertragen.
Die Predigt hält Nikolaus Schneider,
Ratsvorsitzender der Evangelischen
Kirche in Deutschland (EKD).
Das diesjährige Motto thematisiert
allzu Vertrautes: Alle reden von
Verantwortung, die jemand übernehmen
soll. Gemeint sind meistens die
anderen. Wenn einem selbst etwas
misslingt, ist das Wetter schuld
oder die Technik oder einfach die
Verhältnisse. „7 Wochen Ohne“
ermuntert: Schluss mit faulen
Ausreden. Wer sich traut, „Mein
Fehler“ zu sagen und um
Entschuldigung zu bitten, ist stark.
Auch wenn man zunächst Kritik
auszuhalten hat, am Ende erntet man
Respekt. Und: Ehrlichkeit sorgt
dafür, dass man glaubwürdig bleibt.
Allerdings bedarf es für ein Klima
der Ehrlichkeit auch einer
veränderten Fehlerkultur. Wer eine
Schwäche offenlegt, muss auf Gnade
bauen können. Für Christen
eigentlich selbstverständlich…
„Gerade in der Fasten- und
Passionszeit eignet sich diese
Perspektive hervorragend, das eigene
Tun und Lassen zu reflektieren und
gegebenenfalls zu korrigieren“,
meint Arnd Brummer, Chefredakteur
des evangelischen Magazins
chrismon
und Geschäftsführer von „7 Wochen
Ohne“.
Pressemitteilung "Sieben Wochen
Ohne" 2011
PDF (Portable Document
Format) | Dateigröße: 51 kB
Zum Betrachten ist mindestens der Adobe
Reader 5 erforderlich.
7 Wochen Ohne

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„Notting Hill“ und andere Streifen rühren unser Herz
und unsere Phantasie an. Sie wecken starke Gefühle,
lassen unsere Gedanken schweifen und uns für einige
Zeit aus dem Alltag entfliehen. Romanzen bilden oft
eine angenehmere Folie auf unsere eigene allzu
normale Realität.
Je nachdem welche Erfahrungen unser Leben prägten,
besteht natürlich die Gefahr, dass wir uns lieber
mit dem Schein, als mit dem wirklichen Leben abgeben
wollen und dadurch den Blick auf die Alltäglichkeit
unserer Beziehungen verlieren.
Denn unsere Beziehungen zu den Kindern, zum Partner
und zu den Eltern wollen nicht „erschmachtet“,
sondern gelebt werden. Unsere zwischenmenschlichen
Beziehungen leben vom Miteinander.
Mit dem Glauben ist es bisweilen recht ähnlich. Dies
scheint sich in unseren Gottesdiensten abzuzeichnen.
Wer es gewohnt ist, die Gottesdienste mit ihrer
Liturgie und ihren Liedern mitzufeiern, findet viel
leichter einen Zugang, als jemand, der eher selten
hingeht, dafür mit umso höheren Erwartungen. Glaube
und religiöse Gefühle lassen sich nicht künstlich
erzeugen. Und schon gar nicht auf Knopfdruck!
Die Bibel stellt das Miteinander zwischen Gott und
den Menschen immer wieder im Bild einer
Liebesbeziehung dar. Gott hat uns mit der Bibel
einen Liebesbrief voller tiefer Gefühle und
Zuneigung zu uns Menschen geschrieben. Jesus ist in
die Welt gekommen, um uns Gottes Liebe vorzuleben
und zu zeigen. Er wollte nicht, dass wir sein Leben
als das eines Gutmenschen idealisieren.
Gott wirbt um uns Menschen und wartet auf eine
Antwort, eine Reaktion und sei es im Vertrauen
darauf, dass er uns trägt. Glauben will gelebt
werden und zwar jeden Tag. Ihr Partner ahnt
vielleicht, dass sie ihn lieben, aber wann haben sie
das das letzte Mal zum Ausdruck gebracht?
Ein Liebesbrief will gelesen werden, gerne auch
regelmäßig und wiederholt. So wie unsere
partnerschaftlichen Beziehungen der Pflege bedürfen,
so stärkt es unseren Glauben, wenn wir, sofern es
uns gesundheitlich möglich ist, gemeinsam in einer
Kirche Gottesdienst feiern, singen und beten.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Segen, Freude
und inneren Gewinn beim Mitfeiern der Gottesdienste
in der Region! Und nicht nur am Valentinstag ein von
Zuneigung geprägtes Miteinander mit Ihrem Partner
oder Ihrer Partnerin.
Pfarrer Wolfgang Müller
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Jahreslosung 2011:
Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern
überwinde das Böse mit Gutem. (Röm 12,21) |
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Wenn uns jemand beleidigt oder derjenige nicht tut,
was wir von ihm wollen, was geschieht? Man sagt:
„Tja, wenn du nicht machst, was ich will, dann mach
ich auch nicht, was du willst!“ Das leitende Motto
ist also: „Wie du mir, so ich dir.“ Das hören wir
nur allzu oft, sowohl von uns, als auch von anderen.
Wir wollen Gerechtigkeit für uns selbst, indem wir
unseren Mitmenschen „eins auswischen“.
Paulus war da ganz anderer Ansicht: Genau das sollen
wir eben nicht tun! Er will, dass wir uns einander
verzeihen, damit wir eine bessere Welt schaffen
können, damit wir Gemeinschaft bilden und leben
können! Wir dürfen nicht nachtragend sein! Natürlich
heißt das nicht, dass wir sofort zu allem Ja und
Amen sagen sollen, denn manchmal sind wir einfach so
sauer, dass es nicht auf Anhieb verfliegt.
Vielleicht kann ich mir das für das nächste Jahr zum
Vorsatz nehmen. Meistens ist es ja doch so, dass ich
mir zu viele Gedanken und Sorgen über eine
Auseinandersetzung oder einen Streit mache. Das kann
ganz schön anstrengend sein, so kraftraubend, sowohl
für den Körper, als auch für die Seele. Wie einfach
könnte ich das lösen, wenn ich sage: „Ich verzeihe
dir“ oder „Es tut mir leid“. Ich will versuchen,
meinen inneren Schweinehund und meinen Stolz zu
überwinden. So geht es mir schneller wieder gut,
oder?
Sandra Stadler
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Was feiern wir an Weihnachten? lautete die Frage in
einem Religionstest. Die Antwort eines Schülers: Die
Auferstehung von Jesus. Knapp daneben ist auch
vorbei.
Doch was treibt uns in diesen Tagen wirklich um? In
allen Geschäften, auf den Straßen, Bahnhöfen und
Flughäfen herrscht eine eilige Betriebsamkeit. Aus
der Heiligen Nacht ist für viele eine „eilige Nacht“
geworden, da sie die Bescherung in Etappen bei allen
Familienmitgliedern vollziehen.
Und überhaupt: Fragt man jung und alt, so stehen die
Geschenke an erster Stelle. Die Socken, das Parfüm,
der Schmuck und alles andere sind aber nur eine
symbolische Geste für das, was an Weihnachten
geschehen ist. Gott wird Mensch. In Jesus ist er
einer von uns geworden.
Den meisten Menschen in unserem Land ist dies leider
nicht bewusst. Das Symbol ist an die Stelle des
Eigentlichen getreten. Mit unseren Geschenken
verdecken wir das Wesentliche: den Stall mit dem
Jesuskind, das Wunder der Menschwerdung Gottes. Gott
kam in diese Welt. Gott kam zu uns, um uns zu
erretten aus unseren Zwängen, Verletzungen, unserer
Einsamkeit und Hoffnungslosigkeit.
„Christus der Retter ist da!“
Pfarrer Wolfgang Müller
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"Der Herr der Ringe" – ein christliches Buch?! |
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Die Adventszeit ist die Zeit der Ruhe und Besinnung
und wenn Sie vielleicht ein Buch lesen wollen, wie
wäre es dann mit „Der Herr der Ringe“, eines der weltweit
meistverkauften Bücher nach der Bibel?
Die meisten werden darin wohl kaum eine christliche
Botschaft vermuten, doch es lohnt ein genauer Blick.
Der Autor J.R.R. Tolkien schreibt in einem Brief an
einen Freund: „Der Herr der Ringe ist natürlich ein
von Grund auf religiöses … Werk; zuerst unbewusst,
aber bewusst im Rückblick."
Christliches Handeln ist in Tolkiens Buch nicht
etwas künstlich Aufgesetztes oder Bevormundendes,
sondern ist in der Tiefe der Geschichte eingebettet.
Gott ist im Herrn der Ringe stets anwesend, jedoch
überlässt Tolkien es dem Leser, dies zu entdecken:
So zeigen die Hauptdarsteller einen kompromisslosen
Umgang mit dem Bösen, uneigennützige
Opferbereitschaft zum Wohl anderer und
Standhaftigkeit gegenüber den Versuchungen des Bösen
- das sind urchristliche Tugenden! Nun wird der
Kampf Gut gegen Böse im Roman kriegerisch
ausgefochten, im echten Leben ist dieser
zweifelsohne weniger aufsehenerregend und
heldenhaft. Aber genau wie wir zweifeln die
Hauptdarsteller mitunter, ob sie auf dem richtigen
Weg sind. Jedoch bestätigt sich im Verlauf des
Romans deren tiefes Gottvertrauen, dass trotz der
doch so ausweglos erscheinenden Situation - wegen
der Übermacht des Bösen - am Ende das
Gute doch um so viel stärker ist!
Jürgen Thiel
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cheelz
/ pixelio.de |
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"Wunderbare und erstaunliche“ Adventszeit |
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„Kleine Kinder haben gegenüber uns
Erwachsenen einen entscheidenden Vorteil: sie haben
das Staunen noch nicht verlernt. Eine brennende
Kerze auf dem Adventskranz fasziniert und fesselt
sie, den Fischen im Aquarium schauen sie stundenlang
mit großen Augen zu, Schneeflocken im Winter
versetzen sie in Begeisterung und der
Weihnachtsgeschichte vom Jesus-Kind in der Krippe
hören sie sprachlos und gebannt zu. Kommen wir
Erwachsene auch noch ins Staunen!? Lassen wir uns
fesseln und begeistern wie kleine Kinder?
Vielleicht. Manchmal?!
In einem ganz alten Adventslied aus unserem
Evangelischen Gesangbuch heißt es in der ersten
Strophe in einer für uns heute etwas sperrigen
Sprache: „Nun komm, der Heiden Heiland, der
Jungfrauen Kind erkannt, dass sich wunder alle Welt,
Gott solch Geburt ihm bestellt.“ - „…dass sich
wunder alle Welt…“ - Wundern, staunen darüber, dass
Jesus Christus, unser Heiland, als kleines Kind in
diese Welt gekommen ist, an Weihnachten im Stall von
Bethlehem!? Fasziniert und begeistert annehmen, dass
Gott selbst uns in diesem Kind ganz nahe gekommen
ist, auch heute noch nahe kommen will. Sprachlos und
mit großen Augen entdecken, dass mit dieser Geburt
unsere Rettung, unser Heil, verbunden ist.
Es wäre doch schön, wenn wir uns von dieser
Botschaft in der Adventszeit, der Vorbereitungszeit
auf das Weihnachfest, wieder ganz neu fesseln und
ins Staunen bringen lassen.
Eine in diesem Sinne „wunderbare und erstaunliche“
Adventszeit wünscht Ihnen
Marco Friedrich
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Zeit für einen Neuanfang? |
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„Die Zeit ist erfüllt, und das Reich Gottes
ist herbeigekommen. Tut Buße und glaubt an das
Evangelium.“ (Markus 1,15) So lautet der
Kern der frohen Botschaft, die Jesus den Menschen
damals verkündigte. Das wollte er den Leuten
vermitteln, mit seinen Worten und mit seinen Taten.
Doch was soll das eigentlich heißen, Buße zu tun?
Wie soll man das denn machen? Bei dem Wort Buße
kommen einem ja zunächst nicht besonders angenehme
Gedanken in den Sinn. Dass man für eine Schandtat
büßen muss etwa, oder das Bußgeld, dass man
aufgebrummt bekommt, wenn man zu schnell gefahren
ist oder wenn man nur mal kurz falsch geparkt hat.
So hat Jesus das aber nicht gemeint!
Das griechische Wort, das hier im Grundtext steht,
lautet „metanoia“ und bedeutet so viel wie
„umdenken“, und zwar nicht nur mit dem Verstand,
sondern mit der ganzen Existenz. Jesus wollte die
Leute also dazu bringen, über ihr Leben
nachzudenken. Sie sollten sich fragen, ob sie
eigentlich noch auf dem richtigen Weg sind, oder ob
sie sich vielleicht schon längst in den Zwängen des
Alltags verzettelt haben und so nun orientierungslos
dahinvegetieren.
Wie sieht es bei Ihnen aus? Wäre es sinnvoll, mal
wieder über das Ziel Ihres Lebens nachzudenken? Wäre
vielleicht auch bei Ihnen die Zeit reif für einen
Neuanfang? Jesus lädt uns ein, ihm zu begegnen, an
das Evangelium zu glauben, am Reich Gottes
teilzuhaben. Er macht uns Mut, die Weichen unseres
Lebens neu zu stellen. Er möchte unser Lokführer
sein – durchs ganze Leben hier bis zum Reiseziel in
Gottes Ewigkeit.
Stefan Klautke
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"Mit Gott hadern? Das steht mir nicht zu. Entweder man ist eins
mit Gott oder man ist es nicht." – Harry Valérien
Der heute 86-jährige Harry Valérien musste schon als Kind schwere
Schicksalsschläge verkraften: 1938 stirbt seine Mutter bei einem
Verkehrsunfall, ein Jahr später verliert er auch den Vater. 1943
schickt man ihn als Gebirgsjäger in den Krieg. "Wenn ich hier heil
davonkomme," gelobt er, "will ich die Verbindung zu Gott nie mehr
aufgeben.“ Als er 1945 nach amerikanischer Kriegsgefangenschaft
zurückkehrt, wendet sich sein Leben, und es geschieht, was er noch
heute als Märchen bezeichnet: Er lernt seine spätere Frau kennen und
sein beruflicher Erfolg als Sportreporter, Moderator, Talkmaster und
Buchautor beginnt. 2007 stirbt dann jedoch seine jüngste Tochter mit
46 Jahren überraschend an Krebs. „Sie stand mir sehr, sehr nah. Alle
Kinder sind etwas Besonderes, aber sie war etwas ganz Besonderes.“,
erinnert sich Valérien. „Haben Sie nie gezweifelt, das nie als
ungerecht empfunden?“ wurde er in einer TV-Talkshow gefragt. "Auch
das Schwere gehöre zum Gepäck des Lebens, einem Leben, für das ich
nach wie vor größte Dankbarkeit empfinde.“ war seine Antwort.
Jürgen Thiel
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Gefüllte Zeit = erfüllte Zeit? |
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Der Kinderpsychologe Michael Winterhoff beschreibt in seinem dritten
Band, dass er beobachtet, dass viele Menschen es nicht ertragen
nichts zu machen.
Es gilt gesellschaftlich unchic, nach seinem Tagwerk die Beine
hochzulegen und sich zu erholen. Stattdessen eilt man von Event zu
Event, von Feier zu Fete, man meint immer erreichbar zu sein und
rast von A nach B, teilweise unter Absehung der Verkehrsregeln, weil
man meint, irgendetwas zu verpassen.
Doch gerade dadurch verpasst man viel: die Ruhe.
Dietrich Bonhoeffer nennt dies in einer Predigt, die er in Barcelona
gehalten hat, die „Angst vor der Stille“.
Darin zitiert er Psalm 62,2: „Meine Seele ist stille zu Gott, der
mir hilft“, und fährt fort mit den Worten: „Wir haben Angst vor der
Stille. Wir sind an Unruhe und Lärm so gewöhnt, dass es uns
unheimlich vorkommt in der Stille. Wir fliehen der Stille. Wir jagen
selbst von Ereignis zu Ereignis. Wir wollen nicht einen Augenblick
uns selbst allein gegenüber stehen müssen....“. Hat Bonhoeffer mit
seiner Beobachtung recht? Und wenn ja, was hindert uns daran, uns
nicht wie die Masse zu verhalten, sondern für sich Momente des
Atemholens zu nutzen, um sich selbst zu erden und wie der Psalmbeter
in der Gegenwart Gottes eine Auszeit zu nehmen, um sich auf Gott
auszurichten? Vielleicht können uns dazu die Angebote im "Jahr der
Stille“ eine Hilfe sein.
Pfarrer Wolfgang Müller
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Trotz modernster Elektronik wie Satellitennavigation und Radar haben
Leuchttürme nach wie vor ihren Platz in der Schiffsnavigation. Sie
stehen an gefährlichen oder wichtigen Stellen, wo sie der
Schifffahrt auch nachts mit ihren Lichtsignalen den sicheren Weg
weisen. Bei Störungen oder Ausfall der Elektronik können Sie die
letzte Rettung sein.
Wie die Kapitäne auf den Schiffen benötigen auch wir einen
"Wegweiser". Was dient Ihnen als Orientierung? Die Eltern, der
Ehepartner, die Freunde, die Kollegen oder das Internet? Und die
Bibel? Warum denn so ein altes Buch, werden Sie nun vielleicht
fragen? Im modernen Informationszeitalter? Selbstverständlich! Und
Sie müssen nicht einmal selbst in der Bibel lesen: Bei jedem
Gottesdienst zitieren Pfarrer und Prädikanten Verse aus der Bibel
und "übersetzen" diese in unsere heutige Zeit. Sie müssen einfach
nur zuhören ... im nächsten Gottesdienst!
Jürgen Thiel
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Wovon sind Sie begeistert?
Davon, dass der FC Bayern München häufig Titel um Titel gewinnt?
Oder von den vielfältigen musikalischen Darbietungen voller Glanz
und Glamour beim europäischen Schlagerwettbewerb Grand Prix? Oder
vielleicht vom neusten Cabrio-Flitzer? Oder von der neusten
Sommermode?
Vielleicht sind Sie auch einfach nur begeistert, wenn Sie Ihr Kind
oder ihren Enkel heranwachsen sehen, oder von der aufblühenden Natur
in Ihrem Garten. Es gibt vieles, was uns begeistern kann. Dinge, die
uns persönlich wichtig oder die einfach nur schön sind.
Eine Begeisterung besonderer Art feiern wir an Pfingsten:
In Jerusalem saß die kleine verzagte Schar der Anhänger von Jesus
versammelt und wusste nicht wie es weiter gehen sollte. Doch dann
wurden sie vom Heiligen Geist erfüllt. Und plötzlich hatten sie
neuen Mut. Frank und frei erzählten sie den Leuten von Gott.
Fröhlich gingen sie hinaus und brachten das Evangelium von Jesus
Christus mit Worten und Taten unter das Volk. Ihr Leben hatte nun
eine ganz neuen Sinn. Neuen Mut und neue Perspektiven – das möchte
Gott uns allen schenken. Dazu dürfen wir ihn jederzeit um seinen
Geist bitten. Und wundern wir uns nicht, wenn auch wir uns dann
plötzlich "total begeistert" fühlen!
Stefan Klautke
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Christ sein im Straßenverkehr - wirklich
unmöglich? |
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Das kennen Sie: Beim Gegenverkehr hat es wieder einmal einer
sehr eilig. Er überholt und kommt Ihnen entgegen. Sie müssen „in die
Eisen steigen“. Durch Ihr Bremsen haben Sie aber Schlimmeres
verhindert!
Aber auch das kennen Sie: Vor Ihnen fährt ein „Schnarcher“.
Sie haben es eilig. Sie fahren dem Vordermann schon recht nahe auf
und bedrängen ihn fast, damit er schneller fährt.
Staus, Tempolimits, Ampeln und andere Verkehrsteilnehmer, die nicht
mühelos zu überholen sind, lösen Ärger und Frust aus. Und dann kann
schon eine Kleinigkeit zu einem völlig unkontrollierten
Aggressionsausbruch führen.
Lesen Sie im
Senfkorn
Mai bis Juli 2010 ob "Christ sein
im Straßenverkehr" wirklich unmöglich oder unzeitgemäß ist!
Jürgen Thiel
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Dieser Jubelschrei klingt immer noch in meinen Ohren nach, aus
vollem Herzen gerufen von den Christen in Indien. Die dortigen
Gemeinden versammeln sich abends in Hütten, in kleinen Häusern oder
auch auf offener Straße. Die Gottesdienste werden per Lautsprecher
live und direkt in die Umgebung übertragen. Und immer wieder tönt
während dieser Versammlungen aus vielen Kehlen ein spontanes
"Halleluja!"
Halleluja! - Das bedeutet: Preist den Herrn! Es ist die dankbare
Reaktion auf eine frohe Kunde. Und gibt es eine bessere Nachricht
als die Osterbotschaft? Der Herr ist auferstanden! Das Grab ist
leer! Der Tod ist besiegt! Jesus lebt! Halleluja! - Auch Sie sind
eingeladen in diesen Jubel mit einzustimmen. In unseren
Gottesdiensten tun wir dies auch nach Ostern noch, denn jeder
Sonntag ist schließlich ein Feiertag der Auferstehung Jesu Christi.
Und vielleicht singen wir dann gemeinsam aus dem folgenden Lied:
Lasst uns lobsingen vor unserem Gott, der uns erlöset vom ewigen
Tod. Sünd' ist vergeben, Halleluja! Jesus bringt Leben, Halleluja!
(EG 116)
Stefan Klautke
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„Bleibt hier und wacht mit mir. Wachet und
Betet!“ |
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So bittet Jesus seine Jünger, als sie am Abend vor seinem Tod im
Garten Gethsemane ankommen. Jesus will sich zurückziehen und beten.
Er spürt, dass sein Leben zu Ende geht. Er ist voller Furcht und
Zittern angesichts dessen, was ihn erwartet. In dieser Situation
braucht er Gott – und er braucht die Gewissheit, dass seine Freunde
in der Nähe sind an diesem Abend. Darum bittet er sie: Bleibt hier
bei mir, bleibt wach und betet.
Ich verstehe diese Worte Jesu auch als eine Einladung an mich. Eine
Einladung, die Karwoche, die Zeit von Palmsonntag an, wach und mit
offenen Augen zu erleben. Eine Einladung, die Andachten und
Gottesdienste in unserer Kirchengemeinde mitzufeiern. Die
Gemeinschaft beim Abendmahl am Gründonnerstag, das Gedenken an Jesu
Tod am Karfreitag und die Stille des Karsamstags mit allen Sinnen zu
erleben. Eine Einladung, diese Zeit nicht einfach an mir
vorbeirauschen zu lassen, sondern nachzudenken und vielleicht zu
spüren, was es heißt, was wir als Christen bekennen: Jesus Christus
- für mich gekreuzigt, gestorben und begraben.
Bleibt hier und wacht
mit mir. Wachet und betet!
Carolin Knapp
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NÄHER! - 7 Wochen ohne Scheu |
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Das
Motto der 27. Fastenzeit klingt gar nicht mal so spektakulär.
Scheu bzw. schüchtern sind doch eigentlich nur Kinder, d. h. auf uns
Erwachsene trifft das doch gar nicht zu. Oder vielleicht doch?
Denken wir mal kurz darüber nach: Gibt es Situationen, in denen wir
schüchtern oder zurückhaltend sind? Oder gibt es Menschen, bei denen
wir kleinlaut werden? Natürlich! Jeden Tag kann uns so etwas
begegnen! Wahrscheinlich merken wir das gar nicht mehr so, wir
empfinden das als eine Art von Höflichkeit, wenn wir mit fremden
Menschen anders sprechen, als mit bekannten. Deshalb könnten wir ja
in den kommenden 7 Wochen versuchen, näher zu sein. Ein Lächeln kann
beim Gegenüber Wunder bewirken, eine gute Tat lässt die Stimmung
aufleben und man fühlt sich gut. Wir könnten auch etwas Neues
ausprobieren, was uns vorher gar nicht in den Sinn gekommen wäre,
wie z. B. etwas kochen, was man vorher noch nie gekocht hat, oder
dorthin auszugehen, wo man noch nie war. Wir könnten also versuchen,
uns mehr zu öffnen: Auf Menschen zugehen und sich ein eigenes Bild
machen.
Aber nicht nur von Menschen ist die Rede: Wir sollten auch
versuchen, mehr auf Gott einzugehen, uns ihm zu öffnen. Unser Leben
ist hektisch geworden, da vergisst man schon mal den lieben Gott.
Wie viele Menschen beten noch oder sind dankbar, für das was sie
haben? Die Fastenzeit soll helfen, uns Gott bewusster und somit
gegenwärtiger zu machen, indem wir auf etwas Verzichten oder etwas
Hinzufügen. Denn schon Samuel konnte zu David sagen: „Ein Mensch
sieht, was vor Augen ist; der HERR aber sieht das Herz an.“ (1. Sam
16,7)
Die Kirchengemeinde Obrigheim wünscht euch allen eine gesegnete
Fastenzeit!
Sandra Stadler
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Hoffen – das tut jeder von uns ständig. |
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Hoffentlich fällt das Untersuchungsergebnis positiv aus.
Hoffentlich finde ich eine neue Arbeitsstelle.
Hoffentlich haben wir bald einen neuen Pfarrer…
Hoffen gehört fest zu unserem Leben dazu. Wer Hoffnung hat, der hat
Kraft und Mut, zu handeln und zu leben, denn er hofft auf einen
guten Ausgang. Habe ich keine Hoffnung mehr, dann fehlt mir der
Grund, mich anzustrengen und nicht einfach aufzugeben. Hoffnung gibt
mir ein Ziel vor Augen.
Gott hat uns mit seinem Sohn einen unerschütterlichen Grund zur
Hoffnung geschenkt. Tod und Auferstehung Jesu zeigen uns: Gott macht
Unmögliches möglich, es lohnt sich, auf ihn zu vertrauen. Es lohnt
sich, zu hoffen und nicht aufzugeben. Er hält Wege und Ziele für uns
bereit, er begleitet uns auch durch Zeiten, in denen das Hoffen
schwer fällt.
Paulus schreibt im Römerbrief: „Seid fröhlich in der Hoffnung,
geduldig in Trübsal, beharrlich im Gebet!“ Als Christ habe ich einen
guten Grund, die Hoffnung nicht aufzugeben, auch in schweren Zeiten
nicht zu verzweifeln, sondern optimistisch, lebensfroh und mutig in
die Zukunft zu schauen. Im Gebet, im Gottesdienst, bei Begegnungen
in meiner Gemeinde kann ich die Kraft dazu finden, hoffnungsvoll zu
leben und darauf zu vertrauen, dass Gott es gut mit mir meint.
Carolin Knapp
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Jesus Christus spricht:
Euer Herz erschrecke nicht. Glaubt an Gott und glaubt an
mich.
(Joh. 14,1)
Welch eine Herausforderung:
„Euer Herz erschrecke nicht!“ steht als Jahreslosung über dem vor
uns liegenden Jahr.
Das macht Mut, auch wenn wir vieles Bedrohliches vor Augen haben.
Die Medien überfluten uns mit Katastrophenmeldungen. Doch Jesus
sagt: „Euer Herz erschrecke nicht!“ Das heißt soviel wie: Geht mutig
voran. Ich helfe Euch in allen Lebenslagen. Ich gebe Euch Halt. Ich
gebe Euren Herzen Stärke.“
Der Glaube an Gott und der Glaube an Jesus Christus ist der tragende
Grund für alles, was im Leben auf uns zukommt.
Jesus geht an unserer Seite mit. Er betet für uns und will unseren
Glauben stärken. Und das an jedem neuen Tag.
Annelies Lukas
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Wir dürfen wieder Weihnachten feiern – ein Glück sicher
nicht nur für Kinder. Was dieses Fest bewirkt, möchte uns
dieses karibische Weihnachtslied nahe bringen:
Es ist Weihnachten, wenn alle bereit
sind für das Fest. Weihnachten heißt: Mit der Hoffnung
leben. Wenn sich die Menschen die Hände zur Versöhnung
reichen, wenn der Fremde aufgenommen, wenn einer dem Anderen
hilft, das Böse zu meiden und das Gute zu tun; dann ist
Weihnachten. Jeder Tag ist Weihnachten auf der Erde! Jedes
Mal, wenn einer dem Anderen Liebe schenkt, wenn Herzen
zufrieden und glücklich sind. Dann steigt Gott wieder vom
Himmel herab
und bringt das Licht.
Weihnachtslied aus Haiti
Gott ist vom Himmel herabgestiegen und zeigt sich in einem
kleinen, hilflosen Baby. Warum? Damit wir ihm begegnen
können! Damit wir Gott fast auf Augenhöhe entgegentreten
dürfen! Gott ist nicht hoch oben in irgend einem weit
entfernten Himmel! Er begegnet uns – in diesem Fest und
mitten im Alltag. Das hat Konsequenzen für unser Leben. Wir
können uns nicht einfach harmonische Festtage wünschen und
dann so tun, als hätte das nichts mit unserem Alltag zu tun.
Die Menschen, die um uns herum leben, sie sind Teil unseres
Glücks! Wir können nicht unabhängig von ihnen feiern. Wenn
Gott in Jesus Christus mit Weihnachten zu uns kommt, bringt
er diesen Anspruch mit.
Weihnachten – Ein Kind ist geboren, Gott ist Mensch
geworden, um bei uns zu sein. Die Freude darüber feiern wir;
deshalb bringen wir Geschenke. Deshalb feiern wir gemeinsam
in den Gottesdiensten – weil Weihnachten nicht nur uns
selbst betrifft.
Weihnachten – Gottes Fest für uns! Genießen Sie es und
feiern Sie es gemeinsam; geben Sie etwas von Ihrer Freude
weiter – dann feiern Sie Weihnachten richtig!
Gesegnete Festtage wünscht Ihnen Ihr
Vakanzverwalter Pfarrer Christian Ihrig |
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Haben Sie auch einen Adventskalender? |
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Einen Adventskalender mit Türchen. Gekauft oder selbstgebastelt.
Einfach nur mit Schokolade drin oder vielleicht mit kleinen
persönlichen Überraschungen – gestaltet und ausgesucht von lieben
Verwandten oder guten Freunden!? Sowohl für Kinder, aber auch für
Erwachsene ist so ein Adventskalender eine spannende Sache. Jeden
Tag in der Adventszeit öffnet man erwartungsvoll ein Türchen. Was
sich wohl heute dahinter verbirgt!? Im Advent, der Vorbereitungszeit auf Weihnachten, geht es eigentlich
darum, auf Jesus Christus „gespannt zu sein“, sein Kommen in diese
Welt zu erwarten und ihm die Türen zu öffnen. Ganz im Sinne des
bekannten Adventsliedes: „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit, es kommt der
Herr der Herrlichkeit“. Doch es ist nicht irgend eine Tür, die da
auf gehen soll. Es ist die Tür zu unserem Herzen, in das Jesus
Christus einziehen will. Vielleicht erinnern Sie sich daran, wenn
Sie morgen wieder das nächste Türchen in Ihrem Adventskalender
öffnen.
Eine – in diesem Sinne – erwartungsvolle und gesegnete Adventszeit
wünscht Ihnen
Marco Friedrich |
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Hoffnung auf ein Wiedersehen! |
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22. November 2009 – der diesjährige Totensonntag. Wir
gedenken der Menschen, die aus diesem Leben verschieden
sind. Unserer Lieben, die von uns gegangen sind. Die wir
schmerzlich loslassen mussten. Wir trauern um sie. Auch die
tragischen Ereignisse um Robert Enke haben uns das Unheil
des Todes gerade erst wieder neu ins Bewusstsein gerufen.
Derselbe Tag heißt in unserer Kirche aber auch der
Ewigkeitssonntag. Seit der Auferstehung von Jesus Christus
hat der Tod nicht mehr das letzte Wort. Es gibt eine gut
begründete Hoffnung, dass wir alle, die wir verloren haben,
einmal wieder sehen werden. Zusammen mit Jesus Christus bei
Gott in der Ewigkeit. Alle unsere Trauer wird dann in Freude
verwandelt werden.
Stefan Klautke |
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Wie Sie sicher aus der Presse wissen, wird der amerikanische
Präsident Obama den Friedensnobelpreis 2009 erhalten. In
einem Statement zeigte er sich sehr überrascht über diese
Auszeichnung, die er "zutiefst demütig" entgegennehme.
Bei "Demut" denken Sie vielleicht spontan an Gehorsamkeit
oder Ergebenheit, aber das kann er wohl nicht gemeint haben.
Auch im folgenden Teil einer Liedstrophe aus dem
evangelischen Gesangbuch finden Sie „Demut“: „Ein Herz, das
Demut liebet, bei Gott am höchsten steht; ein Herz, das
Hochmut übet, mit Angst zugrunde geht.“ (EG 10,3).
Also muss es wohl etwas Positives sein. Was dürfen Sie nun
unter Demut verstehen? Der demütige Christ strebt danach,
Gott zu dienen. Er möchte, dass Gottes Wille geschieht und
genau dadurch wird er zum Werkzeug Gottes um Gutes zu
vollbringen. Dafür sind wir doch gerne „demütig“.
Jürgen Thiel
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Unseren Kindern bringen wir es frühzeitig bei. Wenn sie
etwas geschenkt bekommen und begeistert große Augen kriegen,
kommt sogleich die Frage: „Wie sagt man?“ - So lernt das
Kind, artig danke zu sagen. So kennen wir es selbst aus
unserer Kinderzeit.
Und heute, wo wir groß sind? Da ist es ganz
selbstverständlich für uns geworden, dass wir uns bei den
Menschen bedanken, die uns etwas Gutes tun. Und wir freuen
uns, wenn andere sich bei uns bedanken. So freut sich
auch Gott, wenn wir uns bei ihm bedanken für all das Gute,
das er uns schenkt. Und wie vieles gibt es da, für das wir
ihm danken können: Unser Leben, unsere Gesundheit, unsere
Familie und Freunde, unsere Gaben und Möglichkeiten, dass
wir in Freiheit und Frieden leben können ...
Stefan Klautke
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Haben Sie ihn schon gefunden… Ihren Schatz? Oder sind Sie
noch auf der Suche. Wo suchen Sie ihn, Ihren Schatz? Und
richten Sie all Ihre Energie darauf, diesen Schatz zu
finden?
Der Monatsspruch September gibt uns einen Hinweis, worauf
wir bei unserer Schatzsuche achten sollten. Denn „Wo euer
Schatz ist – da wird auch euer Herz sein.“ (Lukas 12,34)
Und im Vers zuvor lesen wir „macht euch Geldbeutel, die
nicht veralten, einen Schatz, der niemals abnimmt, im
Himmel, wo kein Dieb hinkommt und den keine Motten fressen.“
Ja, der eigentliche Schatz – Gott selbst – will uns mit
Leben versorgen, über all unser äußerliches und notwendiges
Geldverdienen und Wirken hinaus.
Er möchte Gott sein für uns und in uns. Gott sehnt sich
danach, dass wir ihn als Schatz entdecken und uns an ihm und
in ihm freuen.
Annelies Lukas
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Scheinbar schwebt die Gondel der Seilbahn in der Luft. Ist
es nicht ein dünnes Seil, das Sie trägt? Ist es dennoch
ausreichend? Wird es regelmäßig geprüft? Wir müssen uns
täglich auf Technik verlassen und darauf vertrauen, dass
diese Technik gewissenhaft überwacht und geprüft wird. Wir
wissen ja, weder die Technik noch die Menschen sind
fehlerfrei.
Jemandem vertrauen bedeutet, sich auf Ihn
zu verlassen, auf Ihn zu bauen, auf Ihn zählen zu können.
Geben Sie anderen Menschen Gewissheit und Zuversicht. Seien
Sie vertrauenswürdig!
Jürgen Thiel |
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Angekommen!
Endlich den Gipfel erreicht! Vergessen
sind die Strapazen, die der Weg nach oben mit sich
brachte... Und dann: Staunen, nur noch Staunen... Die
schöne Aussicht, der Blick ins weite Land... Ein herrlicher
Moment. Man kann so richtig ins Schwärmen kommen. Oder ins
Nachdenken. Und da fällt der Blick dann auch auf das
Gipfelkreuz. Ein nachdenklicher Blick. Was sucht das Kreuz
da oben auf dem Berg? Hoch oben auf dem Gipfel? Vielleicht
will es uns erinnern, in diesem großen Moment der Freude,
dass es ein Mehr gibt. Dass das Leben mehr ist als nur
Arbeit und Urlaub und wieder Arbeit. Und dass da noch etwas
kommt, nach diesem Leben...
Ich wünsche Ihnen gute Gedanken!
Pfarrer Gunnar
Kuderer
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Jeder Mensch braucht mehr Liebe, als er verdient.
(Jörg
Splett ) |
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Ein erstaunlicher Satz, nicht wahr? Häufig beobachte ich,
wie Kinder mit ihren Eltern nörgeln, wie sie Ansprüche
stellen – und gar nicht merken, mit wie viel Liebe sie von
ihren Eltern umsorgt werden. Das Selbstverständliche wird am
schnellsten vergessen. Ich kann mich an meine Kindheit gut
erinnern, dass es genauso war. Meine Mutter hat sich nie
gefreut, wenn wir Kinder ihr etwas zum Muttertag schenkten;
sie meinte immer, lieber öfter mal ein kleines Dankeschön
zwischendurch.
Und wie geht es uns heute als
Erwachsene? Gott weiß, wie sehr wir der Liebe bedürfen...
Pfarrer Gunnar Kuderer |
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Der Glaube versetzt Berge, der Zweifel erklettert
sie.
(Karl Heinrich Waggerl) |
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Haben Sie schon einmal Berge versetzen können?
Ich
nicht. So stark kann Glaube gar nicht sein – eine Portion
Zweifel mischt sich immer hinein. Aber so bleibt Glaube auch
das, was er ist: ein Vertrauen, ein behutsames
Schritt-vor-Schritt-setzen, ein Geworfensein auf Ihn.
Stellen Sie sich vor, Sie könnten Berge versetzen –
würden Sie dann nicht schnell die Bodenhaftung verlieren,
irgendwann den Bezug zu Gott aufgeben, irgendwann meinen,
Sie wären mächtig ohne alle Hilfe? Sie würden einen zweiten
Turm von Babel bauen!
Also doch lieber glauben und
vertrauen – unsicher, ob es wirklich stimmt – beten und
hoffen – zagen und Mut haben – und am Ende schaffen wir den
Berg doch. Mit Gottes Hilfe.
Pfarrer Gunnar Kuderer |
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Bunt bemalte Ostereier. Jedes einzelne von Hand liebevoll
verziert. Ein schöner Anblick. Ein schöner Brauch. Wissen
Sie, woher er kommt? In der Fastenzeit wurde früher kein
Fleisch gegessen – auch keine Eier. Damit sie nicht
verdarben, hat man sie gekocht und dann angemalt: jede Woche
hatte eine andere Farbe. So wusste man an Ostern, welche
Eier die ältesten waren und als erste gegessen werden
sollten. Sieben Wochen lang freute man sich auf das
Osterfest – und die Freude wurde immer sichtbarer, je größer
und bunter der Haufen an Ostereiern wurde. Osterfreude zum
Sehen, zum Fassen. Erzählen sie uns auch heute noch die
wichtigste Geschichte der Menschheit?
„Christ ist
erstanden!“
Pfarrer Gunnar Kuderer
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Gedanken zur Passionszeit |
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Eine Legende aus dem Mittelalter berichtet, wie Gott einmal
Erbarmen hatte mit einem Menschen, der sich über sein zu
schweres Kreuz beklagte. Er führte ihn in einen Raum, wo
alle Kreuze der Menschen aufgestellt waren, und sagte ihm:
„Wähle!“ Der Mensch machte sich auf die Suche. Da sah er ein
ganz dünnes, aber dafür war es länger und größer. Er sah ein
ganz kleines, aber als er es aufheben wollte, war es schwer
wie Blei. Dann sah er eins, das gefiel ihm, und er legte es
auf seine Schultern. Doch da merkte er, wie das Kreuz gerade
an der Stelle, wo es auf der Schulter auflag, eine scharfe
Spitze hatte, die ihm wie ein Dorn ins Fleisch drang. So
hatte jedes Kreuz etwas Unangenehmes. Und als er alle Kreuze
durchgesehen hatte, hatte er immer noch nichts Passendes
gefunden. Dann entdeckte er eins, das hatte er übersehen, so
versteckt stand es. Das war nicht zu schwer, nicht zu
leicht, so richtig handlich, wie geschaffen für ihn. Dieses
Kreuz wollte er in Zukunft tragen. Aber als er näher
hinschaute, da merkte er, dass es sein Kreuz war, das er
bisher getragen hatte.
Pfarrer Gunnar Kuderer
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Schneeglöckchen sind meine Lieblingsblumen. Zaghaft stecken
sie als erste ihre Köpfchen durch den vom Winter grau
gewordenen Boden. Zaghaft – und doch beharrlich: denn weder
der Graupelschauer Anfang der Woche noch Wind und Regen
können sie davon abhalten, zu blühen. Zu blühen und Bote zu
sein: die ersten Boten des Frühlings!
Für mich sind
sie auch ein Zeichen der Hoffnung. Viele Menschen, gerade
auch ältere, freuen sich jedes Jahr mehr auf den Frühling,
sehnen sich der Wärme und dem Sonnenlicht entgegen, fast
schon so, als wären die Wochen und Monate zuvor nur Plage
und Dunkel. Wie es im echten Leben ja genug Zeiten gibt, die
uns wirklich schwer werden, Zeiten voll Kummer und Nöten
oder Sorgen.
Ich sage mir dann immer: es werden auch
wieder bessere Zeiten kommen. So sicher wie jedes Jahr neu
die Schneeglöckchen ihre Köpfe aus der Erde strecken und der
Frühling dann wirklich kommt. Das schenkt mir Hoffnung!
Pfarrer Gunnar Kuderer |
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Kennen Sie das auch? Sie schieben eine unangenehme
Entscheidung auf die lange Bank... Können einfach nicht
wählen... Oder haben Angst vor dem einen wichtigen Anruf...
Wenn sich doch alles von selbst erledigen würde...
Tut es aber nicht! Wie wäre es, wenn Sie die Fastenzeit
nutzen würden, Ihr Zaudern zu vergessen und einmal klare
Entscheidungen zu treffen?
„Wie?“, fragen Sie
überrascht, „Wie soll das gehen? Heißt Fastenzeit nicht
Verzicht? Sieben Wochen lang auf Alkohol verzichten, auf die
Zigarette oder das geliebte süße Teilchen während der
Mittagspause?
Den Inhalt der Fastenzeit bestimmen Sie selbst! Denn
Sinn der Fastenzeit ist es, dass Sie Freiheit gewinnen –
Freiheit von allen Dingen. Vielleicht auch Freiheit von der
Unentschlossenheit?
Probieren Sie's einfach mal aus!
Pfarrer Gunnar Kuderer |
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Weise ist nicht, wer viele Erfahrungen macht,
sondern wer aus wenigen lernt, viele nicht
machen zu müssen.
(Karlheinz
Deschner) |
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Als Jugendlicher wollte ich so viele Erfahrungen wie möglich
machen. Nicht auf den Rat von Erwachsenen hören. Manchmal,
so habe ich im Nachhinein den Eindruck, wollte ich mit dem
Kopf durch die Wand. Das hat zumindest meine Mutter immer
behauptet.
Heute spüre ich, dass die Jahre, die wir
an Erfahrungen sammeln, uns weiser werden lassen. Vieles,
was wir in jungen Jahren nicht geschätzt oder verlacht
haben, ist heute wichtig geworden.
Heute bin ich
froh, dass ich nicht mehr jede Erfahrung selber machen muss.
Aber ich lächle gelassen über die Energie junger Menschen,
über ihren Willen, mit dem Kopf durch die Wand zu wollen,
jede Erfahrung selber machen zu wollen.
Das Leben
wiederholt sich irgendwie... Gut, wenn wir nie vergessen,
wie wir einmal selbst gewesen sind als junger Mensch!
Pfarrer Gunnar Kuderer |

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Das Leben ist wie ein Buch |
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Das ist ein schönes Bild für unser Leben. Irgendwann wird
ein neues Buch aufgeschlagen und mit den ersten Worten, die
hineingeschrieben werden, wächst das Leben. Und Kapitel um
Kapitel wird diesem Buch hinzugefügt – und Jahr um Jahr wird
dies Buch dicker. Jean Paul, ein Schriftsteller, sagte
einmal: „Das Leben gleicht einem Buche: Toren durchblättern
es flüchtig, der Weise liest es mit Bedacht, weil er weiß,
dass er es nur einmal lesen kann.“
Es gibt die
Vorstellung, dass alle unsere Namen in einem großen Buch
eingetragen sind: in das Lebensbuch, das Gott selbst führt.
Einmal heißt es in der Bibel sogar, Gott hat alle unsere
Namen in seine Hand geschrieben: so wertvoll, so wichtig
sind wir ihm, dass er unsere Namen immer mit sich trägt.
Lesen Sie Ihr Lebensbuch mit Bedacht!
Pfarrer Gunnar
Kuderer
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Das große Aufräumen hat begonnen! |
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Weihnachten verschwindet wieder in den Pappkartons. Die
Krippe wird eingepackt, die Adventskränze werden entsorgt,
die Lichterketten kommen in den Schrank zurück...
Und
dann, wenn nichts mehr in meiner Wohnung an Weihnachten
erinnert, dann merke ich, wie auch dieses Jahr das
Weihnachtsfest erschreckend spurlos an uns vorübergezogen
ist. In Israel steht die Gewalt seit Tagen wieder an erster
Stelle. Russland dreht den Gashahn zu – wie viele Menschen
werden darunter zu leiden haben, nicht mehr heizen oder
kochen können? Natürlich gibt es auch in allen anderen
Wochen und Monaten des Jahres genug schlechte Nachrichten zu
lesen: aber jedes Jahr größer fällt mir der Gegensatz
zwischen der friedlichen Botschaft, die von Weihnachten
ausgeht, und der unfriedlichen Welt auf!
Weihnachten
sollte nicht in den Pappkartons verschwinden, sondern in
unsere Herzen einziehen! Und dort das ganze Jahr über
bleiben! Wäre das nicht einmal einen Versuch wert: über das
ganze Jahr hinweg als erstes friedliche Gedanken zu haben?
Bei so viel Zeit müsste doch das eine oder andere böse Wort
verstummen, der eine oder andere schlimme Gedanke vergessen
sein – und vielleicht sogar eine Versöhnung geschehen
können... Wir könnten es doch einfach mal versuchen...
Pfarrer Gunnar Kuderer |
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Jedes Jahr neu freuen wir uns auf Weihnachten. Manchmal ist
es so, als freuten wir uns gegen alle Realität – Freude
inmitten einer Welt von Sorgen und Problemen, von Nöten und
Kummer. Düstere Aussichten, was die Wirtschaft angeht; immer
wieder schlechte Nachrichten unser Klima betreffend; in der
eigenen Familie das eine oder andere Problem...
Welches Zeichen setzt da Weihnachten dagegen? Es ist
Gottes Botschaft an die Welt, dass sie geliebt ist: geliebt
trotz all ihrer Schwächen und ihrer dunklen Seiten! Gott
schenkt der Welt sein Kind, um ein Zeichen der Liebe zu
setzen.
Für uns ein Zeichen der Hoffnung: Geduld und
Liebe haben die Kraft in sich, auch die dunklen Seiten
hinter sich zu lassen.
Darum freue ich mich jedes
Jahr neu auf Weihnachten: ich freue mich, wieder neu
angesteckt zu werden von der Hoffnung!
Pfarrer
Gunnar Kuderer
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Ein seltsamer Traum im Advent |
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Neulich erzählte uns eine Frau folgenden Traum:
„Ich träumte davon, dass ich ganz viele schöne Geschenke
bekam. Eines prächtiger eingepackt als das andere. Doch als
ich sie zu öffnen begann, staunte ich, nein wunderte ich
mich: jedes war leer.“
Die Frau rätselte, welche Botschaft ihr dieser Traum
vermitteln wollte. Sie kam selbst auf eine Antwort: So viel
war sie auch in den vergangenen Jahren immer in der
Adventszeit unterwegs, besuchte hier und dort alte und
kranke Menschen, wollte allen eine kleine Freude bereiten,
backte und kochte, hetzte durch die Geschäfte auf der Suche
nach Geschenken, tat noch dies und jenes – und fand am Ende
keine Zeit mehr für die eigene Besinnung!
Ob sie
ihren Traum richtig gedeutet hat?
Ich wünsche Ihnen, dass Sie sich jeden Tag ein bisschen
Zeit für sich selbst nehmen können in dieser wunderbaren
Advents- und Wartezeit. Zeit für sich – und für den, auf
dessen Ankunft wir warten.
Pfarrer Gunnar Kuderer |

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Wenn das einzige Gebet, das du in deinem ganzen
Leben sagst, ist: „Ich danke dir!“ das würde
genügen. (Meister Eckhart) |
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Der November ist ein trüber Monat. Die Feiertage sind nicht
gerade die fröhlichen: Volkstrauertag, Buß- und Bettag,
Ewigkeitssonntag... Tage zum Gedenken und zum Nachdenken.
Aber vielleicht ist gerade in dieser trüben Jahreszeit
Gelegenheit, über all das Schöne nachzudenken: der Winter,
der vor uns liegt und manchem Freude am Skisport vermittelt;
der Frühling, der ganz sicher wieder kommen wird; die
Krankheit, die ich überstanden habe; das fröhliche
Kinderlachen, das sich auch von einem regnerischen Tag nicht
vermiesen lässt...
Ja, in der Tat: Gelegenheit genug,
Danke zu sagen!
Pfarrer Gunnar Kuderer |

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Kennen Sie das auch? Probleme drohen über den Kopf zu
wachsen... Da will plötzlich jeder etwas von Ihnen, jeder
zerrt an ihnen, der eine schimpft, der andere tadelt, der
andere fordert. Und ich? Steh mitten drin, hilflos, fühle
mich überfordert...
Mir fällt das Stadtwappen von
Paris ein. Ein Schiff, von Wellen geschüttelt. Dazu die
eindrücklichen lateinischen Worte: „Fluctuat nec mergitur.“
Auf gut Deutsch: „Von den Wellen geschüttelt, wird das
Schiff trotzdem nicht untergehn.“ Aha! Ein stolzes
Selbstbewusstsein der Menschen aus Paris! Egal, welche
Schwierigkeiten auf die Stadt zukommen: man wird sie schon
meistern!
Und ich? Ein anderes Schiff auf den Wellen fällt mir
ein. Jesus schläft im Boot, der Sturm kommt, die ängstlichen
Jünger wecken ihn. Jesus versteht das nicht: Da ist er doch
bei seinen Freunden – und sie haben trotzdem Angst?!
Das will ich mir zu Herzen nehmen. Jesus sitzt mit in meinem
Boot, kriegt sie alle mit, die Probleme, die Stürme, ist
mitten drin – warum sollte ich also Angst haben oder mich
überfordert fühlen?
Ich wünsche Ihnen dieses Gefühl der Geborgenheit!
Pfarrer Gunnar Kuderer |
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Langsam färben sich die Bäume herbstlich – und immer mehr
Blätter sinken zu Boden. Zeichen für den Verfall? Für die
Endlichkeit? Dass alles einmal zu Ende geht?
Gut, so
kann man es sehen, wenn man will... Aber andererseits: Jetzt
erst blühen meine späten Sonnenblumen im Garten. Gestern
fand ich eine Herbstzeitlose im Feld. Die Äpfel sind reif
und werden eingesammelt, um neuen Saft daraus zu machen oder
Most. Überhaupt: Sieht das nicht toll aus, wenn die Wälder
jetzt so schön bunt anzusehen sind, im späten Abendlicht
fast zu glühen scheinen?
Wie schön, dass jede
Jahreszeit ihr Gutes hat – auch der Herbst. Wie gut, dass
Gott alles so wunderbar geordnet hat!
Pfarrer Gunnar Kuderer |
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Wie schnell vergeht doch die Zeit! Schon ist wieder Sommer
und der Urlaub steht vor der Tür – oder ist er für Sie gar
schon vorbei? Dann heißt es: zurück in den Alltag mit all
seinen hektischen Geschäften. Alles muss schnell gehen,
alles muss unter einen Hut passen, noch ein Termin diese
Woche – und wann holen wir das Grillfest nach, das ins
Wasser fiel?
Stopp! Wir sollten wieder den langsamen
Fluss der Zeit lernen! Jedem Ding seine Zeit lassen. Nicht
versuchen, die Zeit bis zum letzten auszuquetschen.
Jetzt in diesen letzten Sommerwochen wäre nochmal
Gelegenheit dazu: einfach mal die Seele baumeln lassen. Mal
aufs Fahrrad umsteigen, genießen, wie herrlich langsam die
Strecke zwischen zwei Orten sein kann. Selbst der liebe Gott
ließ es am letzten Schöpfungstag etwas ruhiger angehen...
Ich wünsche Ihnen eine Verlangsamung Ihrer Zeit!
Pfarrer Gunnar Kuderer |
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Ein wogendes Sonnenblumenfeld – was für ein herrlicher
Anblick! Vielleicht gefällt das Foto, weil es uns an Sommer
und an Urlaub erinnert: eine der schönsten Zeiten im Jahr.
Vielleicht, weil es uns an die Sonne erinnert – denn wie
anders leben wir, wenn es warm ist und hell und man abends
draußen sitzen kann!
Viele Lieder im Gesangbuch
erzählen von der Sonne: „die güldne Sonne“ oder „Sonne der
Gerechtigkeit“ - und verbinden mit der Bewunderung das
Staunen: wie herrlich hat Gott doch alles gemacht!
Daran könnte man im Urlaub doch auch mal wieder denken – wie
herrlich hat Gott alles gemacht!
Pfarrer
Gunnar Kuderer |
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Die schönste Nebensache der Welt |
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Fußball sei die schönste Nebensache der Welt, heißt es.
Mit zehntausend anderen friedlichen und fröhlichen Fans
stehe ich auf dem Basler Münsterplatz und feuere die
deutsche Mannschaft an. Die Stimmung ist hervorragend. Die
Menschen sind ausgelassen und in Feierstimmung. Die gute
Laune steckt an. Wirklich: es ist etwas dran an dem Wort:
Fußball ist die schönste Nebensache der Welt.
Denn
das ist die richtige Einordnung: es ist nur eine Nebensache.
Die wirklich wichtigen Dinge im Leben sind andere. Meinen
Sie nicht auch?
Pfarrer Gunnar Kuderer |
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Nicht das Beginnen wird belohnt, sondern einzig
und allein das Durchhalten. (Katharina von
Siena) |
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Mir kommt ein Halbmarathonlauf in den Sinn: natürlich ist
der Start aufregend, das Warten auf den Startschuss, der
Moment, wenn die Läufer vor einem sich langsam in Bewegung
setzen, immer schneller werden... Und doch ist es wahr: der
Augenblick, an dem ich durchs Ziel laufe, ist der eigentlich
erhebende: der Stolz, durchgehalten zu haben, die Freude, es
bis ins Ziel geschafft zu haben!
Und ist es im Leben
nicht genauso? Viele neue Anfänge sind aufregend, bisweilen
machen sie Bange? Doch die wirkliche Leistung besteht im
Durchhalten! Das mag manchmal ganz schön schwer werden? Wenn
ich nur daran denke, wie viel Kraft und Energie es kostet,
ein Kind groß zu ziehen, wie viel Freude und auch Kummer und
Sorge. Und dann eines Tages: die Freude, dass doch etwas aus
dem Kind geworden ist!
Ja: das Durchhalten wird
belohnt!
Pfarrer Gunnar Kuderer |
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Jedes Jahr mehr freue ich mich daran, wie das Leben neu
erwacht: wie die Bäume wieder knospen, Blüten treiben, wie
die ersten Blumen ihre Köpfe aus den Wiesen recken. Früher
habe ich dieses Gefühl nicht so stark gehabt. Woran mag es
wohl liegen?
Im Laufe des Lebens verschieben sich die
Wichtigkeiten. Was früher unbedeutend war, gewinnt an
Gewicht – und was mir früher wichtig gewesen ist, verliert
an Bedeutung. Vielleicht liegt es daran, dass wir im Leben
durch eine harte Schule gehen und einiges an Erfahrungen
sammeln: neben den schönen auch viele schmerzliche:
Enttäuschungen, Niederlagen, Krankheiten, das Altern des
Körpers, weniger Kräfte. Und da gewinnen Nebensächlichkeiten
plötzlich mehr Bedeutung: da wächst Verständnis dafür, dass
das, was uns immer so selbstverständlich gewesen ist, eben
gar nicht so selbstverständlich ist!
Und so wächst
auch ein Gefühl der Dankbarkeit: über die Schönheit der
Natur, über die vielen kleinen schönen Dinge des Alltags,
über Bewahrung – oder wie es ein Psalmbeter so schön sagt:
„Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir
Gutes getan hat.“
Pfarrer Gunnar Kuderer
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In einem Meer von Flammen |
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Das Pfingstfest führt ein Schattendasein unter den
kirchlichen Feiertagen: Kaum einer kann noch erklären, was
an Pfingsten gefeiert wird. Auf dem Bild sehen wir in der
Mitte Maria und die Jünger Jesu inmitten eines
Flammenmeeres! Was war geschehen? Die Bibel erzählt:
Maria hatte sich nach Tod und Auferstehung ihres Sohnes mit
dessen Freunden in Jerusalem getroffen. Plötzlich war ein
gewaltiges Rauschen zu hören: Gottes Geist kam wie
Feuerzungen auf die Versammelten herab... Wie sollen wir
uns das vorstellen? Feuerregen vom Himmel?! Ich stelle es
mir so vor: Gottes Kraft kam über die Freunde von Jesus.
Plötzlich legten sie alle ihre Mutlosigkeit und ihre
Verzweiflung ab. Plötzlich hatten sie es nicht mehr nötig,
sich vor den Menschen zu verstecken, sich aus Angst in
dunkle Räume zu verkriechen. Sie traten hinaus ins Freie und
erzählten den Menschen, was sie mit Jesus erlebt hatten. Sie
steckten an mit ihrer Begeisterung. Das Feuer sprang über...
Und wir? Kennen Sie das: geistesgegenwärtig machen Sie das
Richtige... Vielleicht ist sie dann ja wieder da: Gottes
Kraft, die uns hilft. Die uns handeln lässt... Feuer, das
ansteckt...
Pfarrer Gunnar Kuderer |
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In diesen Wochen werden bei uns 26 Mädchen und Jungen
konfirmiert. Nachträglich sagen sie: „Ja, ich finde es gut,
dass ich getauft worden bin! Ich will dabei bleiben!“
Im Konfirmations-Gottesdienst sage ich immer zu den Eltern
und den Paten: „Nehmt die jungen Menschen ernst! Unterstützt
sie! Hört auf ihre Anliegen!“ Mit anderen Worten: „Begleitet
sie weiter als gute Freunde – denn sie brauchen uns auch
weiter!“
Dass ich in dieser Bitte gar nicht so falsch
liege, habe ich gemerkt, als mein Patenkind Joshua zu Ostern
zu Besuch war. Er wird am 18. Mai in Riehen in der Schweiz
konfirmiert. Er sagt zu mir: „Wenn ich konfirmiert werde,
bist du ja nicht mehr mein Pate...“ Ich antworte: „Ja, das
stimmt.“ Er überlegt kurz und sagt dann: „Aber wir bleiben
doch gute Freunde?“
Gut, dass ein Freund auf jeden
Fall an ihrer Seite bleibt: der gütige Vater im Himmel!
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Jesus trägt ein Kreuz. Fast scheint es, als hätte er ein
Lächeln auf den Lippen. Ob er ahnt, was geschehen wird? Ob
er weiß, dass nach dem Tod Neues kommt – neues Leben? So
scheint es: wie sonst sollte er mit einem stillen Lächeln
dem Tod entgegen sehen?
Auch das erste, frische Grün
im Hintergrund drückt diese Freude aus! Es überstrahlt
kräftig das eintönige Grau der Steinfigur. Das helle Grün,
Zeichen der wiedererwachenden Natur, vertreibt das graue
Einerlei des Todes.
Jedes Jahr neu feiern wir Ostern
– fast zeitgleich mit dem Frühlingsanfang. Kann es ein
schöneres Zeichen des Lebens geben?
Pfarrer
Gunnar Kuderer |
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Mit dem Aschermittwoch hat die traditionelle Fastenzeit
begonnen. Fasten bedeutet Verzicht. Wir verzichten nicht
gern. Verzicht – ist das nicht ein Zeichen von Mangel, von
etwas nicht haben können, einen Wunsch nicht erfüllt
bekommen?
Die evangelische Kirche lädt zu einem
besonderen, weil bewussten Verzichten ein: „7 Wochen ohne“.
Wer möchte, kann sieben Wochen vor Ostern auf etwas
verzichten, was ihm oder ihr zur lieben Angewohnheit
geworden ist. Vielleicht sieben Wochen keinen Kaffee mehr
trinken oder sieben Wochen darauf verzichten, jeden kleinen
Gang mit dem Auto zu erledigen oder sieben Wochen abends
nicht vor dem Fernsehen verbringen. Und was soll das
bringen?
Eben Freiheit! Das Gefühl der Freiheit, dass
ich eben keinen Kaffee brauche, nicht davon abhängig
geworden bin; dass ich nicht das Fernsehen brauche, um
meinen Abend zu gestalten, sondern frei genug bin, meinen
Abend anders und erfüllend zu verbringen.
Und
vielleicht entdecke ich ein wenig mehr Zeit für Freunde und
Familie – vielleicht auch Zeit, um über mich selbst
nachzudenken – vielleicht sogar Zeit für Gott ...
Pfarrer Gunnar Kuderer |
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